Geschichte

Geschichtsexkursion der Klassen 8b und 8g nach Regensburg

Im Rahmen einer Geschichtsexkursion machten sich die Klassen 8b und 8g am 19.03.2015 auf den Weg nach Regensburg. Begleitet wurden sie von den Lehrkräften Herr Gsell, Frau Daffner und Frau Brandt. Das erste Ziel dieser Geschichtsexkursion war das Schloss St. Emmeran, das am Rand der Altstadt gelegen ist. Aufgeteilt in zwei Gruppen wurden die Schüler durch das Schloss geführt und erhielten einen sehr interessanten und abwechslungsreichen Einblick in das Leben der Familie Thurn und Taxis damals sowie auch heute. Anhand der Familiengeschichte konnte das Wissen der Schüler um die Familie und das Postwesen, das sie bereits im Unterricht gelernt hatten weiter vertieft werden. Da die Familie teilweise heute noch das Schloss bewohnt, war es den Schülern leider nicht erlaubt Fotos zu machen.

Die vielen punkvollen Räume haben dennoch bleibenden Eindruck hinterlassen. Allen voran auch der Spiegelsaal des Schlosses, in dem schon Thomas Gottschalk als DJ bei der Hochzeit der Fürstin Gloria von Thurn und Taxis auflegte. Im Kreuzgang des Schlosses wurde den Schülern nochmal bewusst unter welche strengen Bedingungen die Mönche des Benediktinerordens gelebt hatten. Hier konnten die Schüler ihr Wissen um die mittelalterliche Baukunst unter Beweis stellen. Im Anschluss an die Schlossführung wurden die Schüler von den Lehrkräften in die historische Altstadt geführt. Ausgehend vom Neupfarrplatz, der zur Zeit der Römer das Herzstück des Lagers „Castra Regina“ bildete, und der im frühen Mittelalter das jüdische Viertel beherbergte, konnten die Schüler die Altstadt noch auf eigene Faust erkunden, den Dom besichtigen und am alten Rathaus Halt machen, das von 1663 – 1806 als Sitz des Immerwährenden Reichstags diente. Insgesamt waren sich Schüler und Lehrer einig, dass diese Exkursion eine gelungene Abwechslung zum Schulalltag darstellte.

             

Christoph Gsell /Julia Daffner

 

 

Die Klasse 6a zu Besuch beim Kreisarchäologen

Am 12.02.2015 besuchte die Klasse 6a der Herzog Tassilo Realschule zusammen mit ihrer Geschichtslehrerin Frau Daffner den Kreisarchäologen. Dr. Ludwig Kreiner zeigte den Schülern die Räumlichkeiten der Landkreisarchäologie und erzählte ihnen aus erster Hand wie Archäologen arbeiten. „Wie tief muss man eigentlich graben, um eine Vase freizulegen?“, „Woher weiß man eigentlich wo man genau suchen muss?“ „Wie alt sind die Skelette und Vasen die Sie ausgraben?“, um nur einige der Fragen der Schüler zu nennen. Anhand von Luftbildaufnahmen konnte ihnen zunächst theoretisch erklärt werden, wie man auf historische Bodenfunde schließen kann. Schnell konnte die Neugier der Schüler geweckt werden und sie erprobten ihre neu erlernten Fähigkeiten. Alte Römerstraßen, Burgen aber auch Hügelgräber und Vierecksschanzen wie bei Adldorf wurden nach genauem Hinsehen rasch von den Schülern erkannt.

Besonders fasziniert waren die Schüler von den tatsächlichen Ausgrabungen, die ihnen anhand von Diabildern gezeigt wurden. Immer wieder erstaunt waren sie, dass diese Funde doch ganz in ihrer Nähe gemacht wurden.

Anschließend konnten die Schüler in der Werkstatt noch die unterschiedlichsten archäologischen Funde bestaunen. Große Vasen, die in mühevoller Arbeit mit einem speziellen Gips ergänzt wurden, aber auch Teile von Figuren und steinzeitliche Werkzeuge gab es zu bewundern. Dabei erfuhren die Schüler auch, dass der Landkreis enorm viele geschichtliche Schätze unter seinen Böden verbirgt. Bevor es wieder zurück zur Schule ging, bedankte sich Frau Daffner bei Herrn Dr. Kreiner und seinem Team für den interessanten Einblick, der sicherlich eine gelungene Abwechslung zum Schulalltag darstellte.        

    

Julia Daffner

 

 

Erster Wandertag führt 10. Klassen zur KZ-Gedenkstätte Dachau

In der zweiten Schulwoche ging es für die 10. Klassen zusammen mit ihren Klassenleitern anlässlich des ersten Wandertages im Rahmen des Geschichts- und Religionsunterrichts zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau.

Am 20. März 1933 gab Heinrich Himmler die Errichtung des ersten Konzentrationslagers in Bayern auf dem Gelände der ehemaligen Pulver- und Munitionsfabrik in Dachau bekannt. Die ersten Häftlinge waren politische Gefangene, vor allem Anhänger der kommunistischen und der sozialdemokratischen Partei. Das Konzentrationslager Dachau galt in der SS als „Musterlager“ und wurde zum Modell für alle anderen Konzentrationslager. 1938 kamen die ersten ausländischen Häftlinge ins Konzentrationslager Dachau, wo inzwischen auch andere deutsche Häftlingsgruppen inhaftiert worden waren: Sinti und Roma, als arbeitsscheu diffamierte Fürsorgeempfänger, Bettler, Obdachlose, Homosexuelle und Ernste Bibelforscher (heute: Zeugen Jehovas).

Im November 1938 wurden 10.911 Juden in das Lager eingewiesen. Ihnen folgten im März 1939 Häftlinge aus der Tschechoslowakei, im Laufe des Zweiten Weltkrieges kamen Gefangene aus Polen, der Sowjetunion, den Niederlanden, Frankreich und aus weiteren Ländern Europas dazu. Viele überlebten nicht. Sie wurden Opfer des Terrors der SS, verhungerten, erfroren, verunglückten bei der Zwangsarbeit oder erlagen Krankheiten und Seuchen. Von den über 206.000 registrierten Häftlingen aus mehr als 30 Nationen, die in den zwölf Jahren von 1933 bis 1945 durch das KZ Dachau gingen, starben mehr als 40.000.

Bei einer Führung über das Lagergelände erfuhren die Schülerinnen und Schüler, unter welch grausamen Bedingungen die Häftlinge leben mussten und wie schlimm die Inhaftierung in Dachau war, denn die Gefangenen wurden weder bei großer Hitze noch bei eisigen Temperaturen verschont. Stundenlanges Stehen auf dem Appellplatz sowie körperliche Züchtigungen und Schikanen waren keine Seltenheit. Eine nachgebaute Baracke verdeutlicht, auf welch engem Raum die Gegner des NS-Regimes untergebracht waren. Beim Gang über das Gelände wurden auch die Gaskammer und die Verbrennungsanlagen besichtigt. Nach der Führung hatten die Klassen Gelegenheit den „Bunker“ sowie die Ausstellung über den Nationalsozialismus zu besichtigen und einen Dokumentarfilm über die Befreiung des Konzentrationslagers 1945 anzuschauen.

Michaela Schellinger