Betriebswirtschaftslehre

Die Wahlpflichtfächer BWR und WR fördern die wirtschaftliche Bildung!

Flyer Vorderseite: http://www.realschule-dingolfing.de/wp-content/uploads/2016/02/Vorderseite-Flyer.pdf

Flyer Rückseite: http://www.realschule-dingolfing.de/wp-content/uploads/2016/02/Rückseite-Flyer.pdf

Veranstaltungen der Fachschaft Wirtschaft

KWITT oder kontaktlos bezahlen – Expertenwissen zum Thema Zahlungsverkehr im Unterricht an der Herzog-Tassilo-Realschule

Am 28.11.2017 besuchte die Sparkassenmitarbeiterin Laura Seilz drei 7. Klassen der Herzog-Tassilo-Realschule.

In dem 45-minütigen Vortrag erfuhren die Schüler/-innen viel Wissenswertes zu Thema Geld und die verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten.

Mit dem Rückblick, dass früher Ware gegen Ware getauscht wurde, leitete die Kundenberaterin das Thema Bargeld ein. Sie gab je einen der insgesamt sieben Euro-Scheine durch die Klasse, was für die Schüler/-innen schon ein tolles Erlebnis war, einmal eine echte 500 Euro-Banknote in Händen zu halten.

Anschließend befragte Laura Seilz die Schüler, was sie mit Geldgeschenken oder ihrem Taschengeld machen. Antworten wie „Ich werfe es in meine Spardose“ waren ebenso häufig wie „Ich zahle es auf mein Konto ein“. Anschließend sprachen die Schüler mit der Referentin über das Girokonto und deren Nutzungsmöglichkeiten für den Zahlungsverkehr.

Anhand eines konkreten Beispiels füllten die Schüler selbstständig einen Überweisungsträger aus. In diesem Zusammenhang wurde auch die Ausführungsdauer der Überweisung angesprochen. Diese kann von vier Stunden (bei einer Blitzüberweisung), einem Tag (bei eiligen Überweisungen) und zwei Bankarbeitstagen (bei beleghaften, regulären Überweisungen) variieren. Als Sonderform der Überweisung wurden noch der Dauerauftrag und das Lastschriftverfahren erklärt.

Immer häufiger genutzt wird das online-banking. Den Schülern wurde von Laura Seilz direkt am PC eine Musterüberweisung mittels online-banking demonstriert. Dabei wird die Überweisung erst nach Eingabe einer TAN, die mittels chip-TAN, push-TAN oder SMS-TAN konfiguriert wird, an die Bank übermittelt. Besprochen wurden auch die erforderlichen Sicherheiten beim online-banking, die die Bankkunden vor Missbrauch schützen sollen.

Anschließend informierte Laura Seilz über die modernen Möglichkeiten des Zahlungsverkehrs. Erklärt wurden insbesondere die Zahlungsmöglichkeiten mittels electronic cash und „KWITT“. Während die Möglichkeiten des electronic cash (bezahlen mit der ec-Karte durch PIN-Eingabe oder Unterschrift) geläufig ist, staunten die Schüler, dass mittlerweile die Zahlung bis zu 25 Euro sogar kontaktlos möglich ist. Dabei bleibt die Karte in der Geldbörse und muss für den Zahlungsvorgang nur in die Nähe des Lesegerätes gehalten werden. Die neueste Form der Zahlungsmöglichkeiten gefiel den Schülern besonders. Bei „KWITT“ für Beträge bis zu 25 Euro wird das Geld über die Handynummer an den Zahlungsempfänger ohne TAN-Eingabe gesendet.  

Zum Abschluss zeigte Laura Seilz noch die Sicherheitsmerkmale der Euro-Banknoten: Portrait-Hologramm, fühlbares Druckbild, Smaragdzahl, Glanzstreifen, Sicherheitsfaden, Wasserzeichen und Mikroschrift. Durch Halten der Scheine in ein Banknoten-Prüfgerät wurden mit Schwarzlicht die Glitzerfäden sichtbar. Damit endete eine spannende und sehr informative Unterrichtsstunde, die den Schülern einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten des modernen Zahlungsverkehrs gegeben hat. 

  

Wirtschaftsschüler der Realschule erkunden die Sparkasse Dingolfing

Die Wirtschaftsschüler der neunten Klassen konnten vergangene Woche einen besonders interessanten und abwechslungsreichen Schultag in der Sparkasse in Dingolfing erleben. Um 8:30 Uhr wurden die Schüler bereits in der Sparkasse von Silvia Zankl und Julia Weiß erwartet. Nach einer kurzen Begrüßung mit Informationen über den Ablauf des Vormittags machten sich die Schüler schnell an die Arbeit. Sie durften mit Hilfe von Tablets eigene Recherchen durchführen, um damit Antworten unter anderem auf folgende Fragen zu finden: Wann und warum wurden die Sparkassen bzw. die Sparkasse Niederbayern-Mitte gegründet? Welche Aufgaben übernehmen die Sparkassen? Wie viele Zweig- und Hauptgeschäftsstellen gehören zur Sparkasse Niederbayern-Mitte? Wie wird man Bankkaufmann und wie viele Auszubildenden werden aktuell beschäftigt?

Die Schüler erfuhren, dass die erste Sparkasse 1778 in Hamburg als allgemeine Versorgungsanstalt für die breite Bevölkerung gegründet wurde. Hauptaufgaben der Sparkassen war die Möglichkeit der Ersparnisbildung und finanzielle Vorsorge zur Absicherung persönlicher Risiken, sowie Bekämpfung des Armutsproblems. Bereits 1840 wurde die Sparkasse in Landau und zwei Jahre später die Sparkasse in Dingolfing gegründet. In Niederbayern folgten weitere Gründungen wie in Straubing und Bogen.  Diese Sparkassen schlossen sich 2007 schließlich zusammen, um den Kunden in Niederbayern ein breiteres Angebot bieten und diese besser betreuen zu können. Zu diesem Angebot gehört zu den üblichen Geschäftszeiten der Vor-Ort-Service für die Kunden am Schalter, aber auch der 24-Stunden-Service über Handy App und 24.500 Geldautomaten. Mit dem Angebot verschiedenster Möglichkeiten im Bereich der Geldanlage und der Kreditfinanzierung übernimmt die Sparkasse eine zentrale Aufgabe in der Gesamtwirtschaft. Die Schüler wurden auch über die Verwendung der erwirtschafteten Überschüsse zur Förderung des Gemeinwohls zum Beispiel im Rahmen der Jugendförderung informiert. Besonders interessant waren für die Schüler der 9. Klasse auch die Informationen rund um die Ausbildungs- bzw. die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bei der Sparkasse. Beim sich anschließenden Rundgang durch die Sparkasse konnten die Schüler die Tätigkeit des Bankkaufmanns hautnah erleben. Die Schüler erhielten dabei interessante Einblicke in die verschiedensten Abteilungen und konnten dabei den Bankkaufleuten bei der Kundenberatung am Schalter, im Bereich der Immobilien- und Geldanlage aber auch im Bereich der Versicherung über die Schulter schauen. Ein besonderes Highlight des Vormittags war der Gang zum Tresorraum und zur Schließfachanlage, wo die Schüler unter anderem die Echtheit der Banknoten anhand verschiedenster Scheine selber überprüfen konnten. Die Schüler stellten viele Fragen, wie zum Beispiel „Was mache ich, wenn mir eine Banknote zerreißt?“, „Wie schwer ist die Tresortüre?“ oder „Was passiert, wenn der Inhaber eines Schließfachs verstirbt?“, die von Silvia Zankl gerne und geduldig beantwortet wurden.

Nach dem Rundgang durch die Sparkasse wurden die Schüler zu einer kleinen Brotzeit mit Getränk im großen Besprechungssaal eingeladen. Gestärkt hörten die Schüler abschließend noch einen Vortrag zu den Themen „Kreditfinanzierung und Verschuldung“ sowie „Geldanlage in Aktien und festverzinsliche Wertpapiere“. Den Schülern wurde anhand einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, ausgehend von einer durchschnittlichen Ausbildungsvergütung aufgezeigt, wie schwierig es ist, mit dem Einkommen auszukommen und wie wichtig aber auch das Sparen und die frühzeitige Vorsorge ist.

Nach dem Vormittag waren sich die Schüler alle einig: die Sparkassen sind für die Wirtschaft, für Privatpersonen, Unternehmen und den Staat und aufgrund der vielen Aufgaben unverzichtbar und der Bankberuf ist vielseitiger als sie gedacht hatten.

Unterrichtsgang: Fahrt nach Arnstorf zur Lindner Group

 

Im Juli besuchten die Klassen 9c, 9d und 9b der Wahlpflichtfächergruppe II die Lindner Group in Arnstorf. Rund 35 Schülerinnen der Herzog-Tassilo Realschule beteiligten sich an dem Unterrichtsgang, der im Rahmen des BWR-Unterrichts durchgeführt wurde.

Zunächst erhielten die Schüler von Frau Nußbaumer und Frau Dangl einen Einblick in die Firmengeschichte bzw. in die verschiedenen Tätigkeitbereiche des Unternehmens. Mit einem Film wurde den Schülern das Unternehmen als Spezialist für den kompletten Innenausbau und den Fassadenbau vorgestellt. Die Schüler erfuhren, dass neben Boden und Wand auch unterschiedlichste Deckensysteme angeboten werden. Frau Nußbaumer erklärte in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Firmenlogos, welches die Unternehmensbereiche Decke, Boden und Wand graphisch widerspiegelt. Bei der Raumgestaltung legt das Unternehmen großen Wert auf die Entwicklung neuer und individueller Lösungen, die sich speziell an den Anforderungen der Kunden orientieren. Zum umfangreichen Produktportfolio der Lindner Group gehören neben den Bauelementen Wand, Decke, Türen auch Bodensysteme, Lichttechnik und Beleuchtungssysteme sowie Produkte für die Schadstoffsanierung und Reinraumtechnik. Zahlreiche Großprojekte der Wirtschaft (u.a. Innenausstattung von Flughäfen, Hotels, Krankenhäusern, Opernhäusern) werden von weltweit 6.000 Mitarbeitern geplant, entwickelt und umgesetzt. Frau Nußbaumer informierte im Anschluss an den Imagefilm die Schüler über die Unternehmensgeschichte: 1965 machte sich Hans Lindner mit der Firma Akustikbau Lindner GmbH selbstständig. Als besonders bedeutend für die Entwicklung des Unternehmens gilt der 1969 erteilte Auftrag für den Bau einer abgehängten Akustikdecke in der Landwirtschaftlichen Berufsschule Deggendorf. Dieser Auftrag gilt als Startpunkt für das heute weltweit agierende, mittelständische Unternehmen. In rund 50 Jahren entwickelte sich damit das Unternehmen von einem Ein-Mann-Betrieb zu einem Global Player, das von Arnstorf aus Produktionsstätten und Tochtergesellschaften in mehr als 20 Ländern betreibt.

Sehr überrascht waren die Schüler, als sie hörten, dass zur Lindner Group auch eine hauseigene Brauerei, das Parkwohnstift sowie eine eigene Hotelkette, die sog. „MK-Hotels“ gehören. Demzufolge ist die Lindner Group nicht nur in der Region Rottal-Inn ein für den Arbeitsmarkt sehr bedeutendes Unternehmen, welches zurzeit 256 Azubis in 25 verschiedenen Ausbildungsberufen beschäftigt. Frau Nußbaumer ging im Anschluss auf die einzelnen Ausbildungsberufe näher ein und stellte den Schülern auch Ausbildungsberufe im Bereich der Altenpflege, im Brauereiwesen und vor allem im kaufmännischen und technischen Bereich vor. Im Anschluss an die vielen Informationen rund um das Unternehmen bzw. um die Ausbildungsmöglichkeiten, erhielten die Schüler mit einem Rundgang durch einzelne Produktionshallen einen Einblick in die Fertigung von Wandelementen. Besonders interessant war für die Schüler der Besuch der Ausbildungsabteilungen, in der sie sich über den Ablauf der betrieblichen Ausbildung genauer informieren konnten. Einen schönen Abschluss fand die Erkundung des Betriebs in der Betriebskantine, in der die Schüler zu Currywurst und Pommes eingeladen wurden.  

 

Unterrichtsgang: Fahrt nach Landau zur Spedition Niedermaier

Im Juli besuchten Schüler der 8. Klasse im Rahmen des BWR-Unterrichts die Spedition Niedermaier in Landau. Zunächst erhielten die Schüler einen Einblick in den Betrieb. Die Geschäftsleitung Birgit Ach informierte die Schüler zunächst über die Entwicklung und die zahlreichen Erweiterungsphasen des Betriebs. Das Unternehmen setzt insbesondere auf junge Mitarbeiter, um möglichst viele Innovationen mit in den Betrieb einfließen lassen zu können. Im Anschluss daran erklärte Birgit Ach den Schülern die im Unternehmen angebotenen Ausbildungsberufe. Zu diesen gehören: Berufskraftfahrer, Fachkraft für Lagerlogistik/Fachlagerist, KFZ-Mechatroniker mit Schwerpunkt Nutzfahrzeuge, Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen, Kaufmann für Büromangament und Lackierer. Frau Ach stellte in diesem Zusammenhang die Stellenprofile vor und erklärte den Schülern die erforderlichen schulischen Qualifikationen bzw. Kenntnisse. Aus erster Hand konnten sich die Schüler bei einem Auszubildenden informieren und Fragen stellen. Der Azubi aus dem Bereich Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen informierte die Schüler über seine verschiedenen Aufgaben und den Ablauf der Ausbildung. Bevor sich dann die Schüler an die Erkundung des Speditionsgeländes machten, wurden noch die verschiedenen Kompetenzfelder (Kontraktlogistik, Lebensmittel, Sammelgüter, Automotive, Use Cases und Service Center) der Spedition angesprochen. Die Schüler gingen zunächst in das Umschlaglager, in dem ein Schüler eine Europalette schieben konnte, die mit Gütern im Gesamtgewicht von einer Tonne beladen war. Dann gings weiter in die verschiedenen Kühllager (14°C, 2-4°C, 0°C) sowie in die speziellen Kundenlager wie z.B. von Lindt. Schlließlich konnten die Schüler noch eine Waschmaschine besichtigen, in der Autoteile aus Indien vor dem Weitertransport gereinigt werden. Am Ende der Erkundung wurden neben der Lackiererei auch noch die Werkstatt, in der neben den 60 firmeneigenen Lkw auch Lkws im Auftrag für andere Unternehmen gewartet werden, besichtigt. Abschließend informierte Birgit Ach noch über besondere Transporte der Spedition Niedermaier sowie über die Probleme der Lenk- und Pausenzeiten der Lkw-Fahrer. Auch wurden die Schüler dazu ermutigt, bei Interesse jederzeit nach einer Praktikamöglichkeit im Unternehmen zu fragen. Nach diesem sehr informativen Vormittag waren sich alle Schüler einig, dass ohne die Leistung der Speditionen die Versorgung mit Gütern nicht so umfangreich und vielfältig wäre, wie wir es gewohnt sind.

 

Vortrag: Online Shopping mit mobile payment oder Überweisung?

Bar oder bargeldlos? Eine Frage, die sich den Kids in ein paar Jahren womöglich nicht mehr stellen wird. Nicht zuletzt deshalb konnten sich die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen in diesem Schuljahr über den Besuch von Frau Geier von der Sparkasse Dingolfing freuen, bei dem sie über die verschiedenen Möglichkeiten der modernen Bezahlung informiert wurden. Zu Beginn des Vortrages war in einem kurzen Brainstorming das Wissen der Schüler rund um den Zahlungsverkehr gefragt. Mit vielen praktischen Beispielen und konkretem Anschauungsmaterial wurden anschließend die verschiedenen Funktionsweisen erläutert und über die Vor-und Nachteile der modernen Zahlungsmöglichkeiten – wie zum Beispiel Online Banking oder Mobile Payment – diskutiert. Spannend war auch der Einsatz eines Geldscheinprüfgerätes, mit dem unter Zuhilfenahme eines speziellen Stiftes mehrere Banknoten auf ihre Echtheit hin getestet wurden. So wurden die Schüler zur aktiven Mitarbeit animiert. Das Ausfüllen eines Überweisungsträgers zur Begleichung einer konkreten Rechnung war für die Schüler eine praktische Übung, die sicher im Alltag von Nutzen sein wird. Der Besuch von Frau Geier war eine informative Bereicherung des BWR-Unterrichts, der dazu beigetragen hat, die Schüler für die Teilnahme am Wirtschaftsleben vorzubereiten und ihnen die Praxisrelevanz des Unterrichtsfaches zu verdeutlichen.