2015/16

29.07.2016

„Bernhard `Kögi´, ehrlich, wunderschön war´s mit dir!“
Wehmütiger Abschied von 2. Konrektor Bernhard Köglmeier nach 33 Jahren
 
Nach sage und schreibe 33 Jahren verlässt Bernhard Köglmeier, Zweiter Konrektor der Herzog-Tassilo-Realschule Dingolfing sein Revier, um nach unermüdlichem Einsatz nun seinen wohlverdienten Ruhestand zu genießen. Er startete seine Karriere in Kaufbeuren, kam im Schuljahr 1978/79 als Referendar nach Hauzenberg, wo er anschließend eine Planstelle bekam. 1983 wurde der in Plattling wohnhafte Physik- und Chemie-Lehrer nach Dingolfing versetzt. Von Anfang an engagierte er sich über den Unterricht hinaus. Er war Sicherheitsbeauftragter, unterrichtete das Wahlfach Schulfotographie, wurde Strahlenschutzbeauftragter, über viele Jahre Lernmittelgutachter für Schulbücher im Fach Chemie, Fachbetreuer zunächst in Physik, dann in Chemie und arbeitete im Disziplinarausschuss mit. Er bildete sich ständig fort, um seine Aufgaben bestmöglich erfüllen zu können. Außerdem war er als Begleiter bei Schulfahrten in ganz Europa unterwegs.
Als er 2011 das Amt des Zweiten Realschulkonrektors antrat, arbeitete er sich zügig in die Stunden- und Vertretungsplanprogramme sowie das Schulverwaltungsprogramm ASV ein. Köglmeier war durch seine Ruhe und sein ausgeglichenes Wesen für Kollegen und Schüler immer ein wichtiger Gesprächspartner. Er besaß großes Organisationsgeschick und behielt immer den Überblick, auch wenn bei Grippewellen, Überflutungen der Donau oder Verkehrsstaus auf der Autobahn am Morgen nur ein Teil des Kollegiums anwesend war. Nichts konnte ihn aus der Fassung bringen – außer, wenn der FC Bayern München nicht erfolgreich Fußball spielte.
Darüber philosophierte er selbstverständlich auch hin und wieder mit seinen Schülerinnen und Schülern. Verständlich also, dass diese sich am letzten Schultag gebührend „von ihrem Herrn Köglmeier“ verabschieden und sich bei ihm für sein Engagement, sein stets offenes Ohr und vor allem für seinen interessanten und spannenden Unterricht bedanken wollten. Am letzten Schultag in der Turnhalle, wo traditionell viele Kinder und Jugendliche für ihre Leistungen in verschiedensten Bereichen geehrt wurden, floss dann schließlich auch die eine oder andere Träne, als alle anwesenden Schüler und Lehrkräfte gemeinsam mit den beiden Chorklassen 5 a und 6 a das bekannte, auf ihren Konrektor umgedichtete Lied „An Tagen wie diesen“ (Die Toten Hosen) sangen. Und dem Refrain war dann auch nichts mehr hinzuzufügen: „An Tagen wie diesen sagen wir dir `Dankeschön´, an Tagen wie diesen `Servus´ und `Auf Wiederseh´n´. An diesem Tag des Abschieds sind wir alle hier. Bernhard `Kögi´, ehrlich, wunderschön war´s mit dir!“     

29.07.2016

Verdiente Schüler wurden geehrt
Lehrkräfte wurden in den Ruhestand verabschiedet 
 
Am letzten Schultag war nochmal einiges los an der Herzog-Tassilo-Realschule Dingolfing. Denn bevor es die Jahreszeugnisse aus den Händen der Klassleiter gab, versammelten sich alle Schüler und Lehrkräfte in der Turnhalle, wo traditionell ausgewählte Schüler für ihr soziales Engagement für die Schulfamilie sowie ihre Erfolge in verschiedensten Bereichen geehrt wurden.
Die Sieger beim diesjährigen Malwettbewerb der Volks- und Raiffeisenbanken wurden ebenso auf die Bühne geholt wie die Gewinner des Vorlese- und Geschichtswettbewerbs in den 6. Klassen. Anschließend wurden die Teilnehmer am alljährlichen Spendenlauf beim großen Sommerfest, an dem sie viel Geld für einen wohltätigen Zweck erlaufen hatten, nach vorne gebeten. Ein Dank galt auch denjenigen Schülerinnen und Schülern, die beim regionalen Schulentwicklungstag freiwillig am Samstag in die Schule gekommen und Hunderte von Lehrkräften aus Niederbayern eingewiesen hatten. Mit viel Applaus bedacht wurden auch die Lerntutoren, die vielen ihrer Mitschüler mit Rat und Tat zur Seite standen und Nachhilfe angeboten hatten. Ein besonderer Dank galt den Streitschlichtern, die in vielen Pausen kleinere und größere Probleme unter ihren Schülern gekonnt gelöst hatten, sowie den Freizeittutoren, die den Fünftklässlern stets den Einstieg in die neue Schule mit vielen Aktionen extrem erleichtern und verschönern.
Es folgte eine große Gruppe an Schülern, die auf sportlicher Ebene die Realschule schulintern oder überregional vertreten hatten. Ob bei Fußball oder Volleyball und nicht zuletzt bei den Bundesjugendspielen und „Jugend trainiert für Olympia“ – die Realschüler hatten in verschiedenen Disziplinen ihr sportliches Talent und ihren Teamgeist unter Beweis gestellt und Erfolge eingefahren. Dies war auch in Sachen Schulleistungen der Fall und so wurden die jeweils Klassenbesten von Schulleiterin Elfriede Brunner nach vorne gebeten und von Vertreterinnen des Elternbeirats mit Buch-Gutscheinen bedacht. Der Schulbeste Jonas Winzinger aus der Klasse 9 g mit einem Notenschnitt von 1,0 bildete dabei den Abschluss.
Ein großer Dank gebührte den drei Damen des Sekretariats sowie dem Hausmeister, die stets mit Ruhe und Übersicht große und kleine Probleme der ganzen Schulfamilie lösen und für jeden ein Lächeln und ein nettes Wort parat haben. Besonders hervorgehoben wurde Berufsberater Bernhard Peisl von der Agentur für Arbeit, der in der 9. und 10. Jahrgangsstufe den Schülern bei der Berufsfindung und Bewerbung mit Rat und Tat zur Seite steht. Zu guter Letzt wurden noch wehmütig diejenigen Lehrkräfte auf die Bühne geholt, die aus unterschiedlichen Gründen die Realschule Dingolfing verlassen werden. Allen voran das Quartett Franz Anneser, Anton Bachmeier, Bernhard Köglmeier und Gertraud Talkner, die in den Ruhestand verabschiedet wurden und von Mitgliedern der Schülermitverantwortung ein kleines Geschenk überreicht bekamen. Schließlich kehrten alle Schüler in ihre Klassenzimmer zurück und die Verleihung der Jahreszeugnisse setzte den Schlusspunkt unter das Schuljahr 2015/16.

26.07.2016

Bobby-Car-Rennen und kühle Smoothies

Großes Sommerfest wieder ein voller Erfolg

Nach dem Erfolg in den vergangenen Schuljahren war klar, dass es auch heuer wieder ein Sommerfest geben wird. Initiiert wurde das Fest bei heißen Temperaturen am Dienstagvormittag vom Elternbeirat unter der Vorsitzenden Margit Henke, die mit ihren Kolleginnen und Kollegen für allerlei Köstlichkeiten vom Grill und genügend Sitzgelegenheiten sorgten. In der Einladung an die Eltern hieß es: „Das Fest bietet eine hervorragende Gelegenheit, das Miteinander von Schule, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern zu fördern und das Schuljahr zusammen harmonisch ausklingen zu lassen.“

Und so planten die Kinder und Jugendlichen eifrig schon Wochen vorher, was sie ihren Mitschülern, Lehrkräften und Eltern präsentieren würden. Die Auswahl war dann auch entsprechend groß: Vom überdimensionalen „Mensch ärgere dich nicht“ und „Vier-gewinnt“-Spiel bis zum Torwandschießen, Bobby-Car-Rennen, Fußballkegeln, Dosenwerfen und diversen Fußballturnieren in der Turnhalle war alles dabei. Großen Anklang fanden zudem sowohl das Fotoshooting mit allerhand lustigen Accessoires als auch ein Tastratspiel, „Eye-Toy-Battle“ und Kinderschminken.

Anschließend konnte man bei kühlen Getränken, selbstgemachten Smoothies oder an der Obstbar mit Schokoladenbrunnen das schöne Wetter und die Auftritte der Schulband im Schulhof genießen. Wer es etwas deftiger mochte, wurde an den Ständen mit Leberkässemmeln, Flammkuchen aus dem Holzofen und Pizzabrötchen fündig. Daneben gab es ein musikalisches Café mit Auftritten der beiden Chorklassen bei Kaffee- und Kuchenverkauf.

Für den guten Zweck schwitzten indes wieder unzählige Schülerinnen und Schüler beim traditionellen Spendenlauf, vorbei an der vom Kreisjugendring Dingolfing-Landau ausgeliehenen „Pure-Pleasure-Theke“ mit nichtalkoholischen Getränken. Der gesamte Erlös des Sommerfestes kommt der Organisation „Aktion gegen den Hunger in der Welt“ zugute.

 

22.07.2016

Impressionen von der diesjährigen Entlassfeier des Abschlussjahrgangs 2016 in der Dingolfinger Stadthalle

Sportlehrerin Marianne Haselbeck sorgte mit ihren Schülerinnen und Schülern wie jedes Jahr für atemberaubende Tanz- und szenische Einlagen:

Landrat Heinrich Trapp ehrte nach seinem Grußwort zusammen mit Schulleiterin Elfriede Brunner die über 40 Schülerinnen und Schüler mit einem Notendurchschnitt von 1,0 bis 1,9:

Schülersprecher Sascha Rein blickte in seiner Abschlussrede ebenso auf die erfolgreiche Zeit an der Realschule Dingolfing zurück wie Jasmin Frischmann und Larissa Schwimmbeck in ihrem Vergleich der "Schulzeit als 3-Gänge-Menü":

Die sechs Abschlussklassen freuten sich, endlich ihre Zeugnisse über die bestandene Mittlere Reife in den Händen zu halten:

 

20.07.2016

7. Klassen auf Erkundungstour in der Moschee
 
Mit vielen Fragen im Gepäck wie beispielsweise „Müssen Frauen im Islam ein Kopftuch tragen? Wie viele Muslime gibt es in Dingolfing? Gibt es den Koran nur in arabischer Sprache?“ und im Hinblick auf die aktuelle Terrorproblematik besuchten die Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe in der vergangenen Woche die Moschee in Dingolfing. Im Vorhinein wurde sich gemäß des Lehrplans der 7. Jahrgangsstufe im Religionsunterricht mit Interesse und Intensivität der Thematik des Islams und dessen Bedeutung gewidmet.
Zunächst wurden die Jugendlichen im Vorhof begrüßt. Dort nahm Imam Fatik Burak Mermer die rituelle Waschung vor, welche von den Gläubigen fünf Mal am Tag vollzogen wird. Mit dieser Waschung werden kleine Sünden vor dem Gebet weggespült, so dass sich der Gläubige sowohl innerlich als auch äußerlich auf das Beten vorbereiten kann. Mit Neugier verfolgten die Siebtklässler diese Ausführungen.
Im Anschluss daran wurde die Moschee von innen begutachtet. Um den Gebetsraum betreten zu dürfen, musste jeder seine Schuhe ausziehen. In der Moschee wurden sodann die wichtigsten Elemente des Gebetshauses erklärt: die Gebetsnische, das Rednerpult, von dem aus der Imam über aktuelle Themen Bericht erstattet und so als Lehrer fungiert, sowie die Kanzel, von welcher aus nur religiöse Themen gepredigt werden. Daneben ging es sowohl allgemein um die so genannten „Fünf Säulen des Islams“ als auch im Speziellen um den Koran.
Nachdem der Imam den Gebetsruf auf Arabisch gesungen hatte, wurden schlussendlich noch die Fragen der Jugendlichen unter anderem zur Mitgliederzahl der muslimischen Gemeinde, Rolle der Frau im Islam und den Speisevorschriften beantwortet, ehe es mit vielen Informationen im Gepäck zurück zur Schule ging.

08.06.2016

Realschule feiert den Welttag des Buches:

Seit 20 Jahren erhalten Schulkinder kostenlose Welttagbücher

Seit 1996 wird in Deutschland der UNESCO-Welttag des Buches gefeiert. Fast genauso lange erhalten Kinder an diesem Tag ein Buch: Im Rahmen der Aktion „Ich schenk Dir eine Geschichte“ wurde in den letzten 20 Jahren rund 6,3 Millionen Schülerinnen und Schüler eigens für den Welttag geschriebene Bücher geschenkt. Ziel der Aktion ist es, Kinder für das Lesen zu begeistern.

Auch in diesem Jahr nahmen die Klassen 5 a, 5 b und 5 d der Herzog-Tassilo-Realschule in Dingolfing daran teil. Die Schülerinnen und Schüler erhielten das diesjährige Welttagbuch von der Buchhandlung Rupprecht in Dingolfing.  „Ich schenk dir eine Geschichte“ wird von der Stiftung Lesen, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, dem cbj-Verlag, der Deutschen Post, dem ZDF und den Kultusministerien aller Länder realisiert. Des Weiteren wurde den Schülern anhand eines Vortrags und verschiedener Rätsel der Beruf des Buchhändlers nähergebracht. So erfuhren die Schüler, wie ein Buch entsteht und wie es beispielsweise in die Buchhandlung kommt bzw. wer daran wie viel verdient.

Das diesjährige Welttagbuch ist eine Abenteuergeschichte von Annette Langen. In „Im Bann des Tornados“ geht es um den elfjährigen Noah, der die Sommerferien mit seinen Eltern in den USA am einsamen Eufala-See verbringt. Hier gibt es nichts außer bissigen Schnappschildkröten, Fische und sehr viel Wald. Erst als Noah die coole Emma und ihre frechen Geschwister kennenlernt, beginnt er sich am See richtig wohlzufühlen. Was er nicht ahnt: Der See liegt inmitten eines gefährlichen Tornado- Gebiets. Und eines Tages muss Noah beweisen, wie viel Mut in ihm steckt …

Für die Einbindung des Welttagbuchs in den Schulunterricht hat die Stiftung Lesen den Lehrern zudem Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt, mit vielen praktischen Tipps und kreativen Ideen. Darüber hinaus regt ein Schreib- und Kreativwettbewerb zur fantasievollen Auseinandersetzung mit der Geschichte an und bei einem Quiz zum Buch können die Kinder Preise für die ganze Klasse gewinnen.

22.04.2016

Tage der Orientierung für die 9. Klassen

Ende April war es wieder so weit: Die sieben 9. Klassen machten sich in drei Etappen auf den Weg nach Passau ins „Haus der Jugend“ und verbrachten dort unter der Leitung der katholischen Jugendstelle Dingolfing je drei konfessionsunabhängige Tage der Orientierung.
Vollbepackt hieß es für die Klassen 9 c und 9 f und ihre Begleitlehrkräfte Hans Berger, Carina Fischer und Carolin Stinglhammer, für die Klassen 9 bK und 9 d zusammen mit Christoph Gsell, Josef Haslinger und Alexandra Huber sowie für die Klassen 9 aK, 9 e und 9 g mit Corinna Biser, Julia Daffner, Sonja Hadaller und Thomas Haubner stets noch den Vormittag in der Schule zu überstehen, ehe man sich mit dem Bus auf die Reise begab.
Nachdem man die Hürde des Bettenbeziehens gemeistert hatte, begann das eigentliche Programm. In insgesamt sechs Sitzungen wurde einerseits durch Kooperations- und erlebnispädagogische Spiele versucht, die Klassengemeinschaft zu fördern und zu stärken. Zum Anderen ging es um die von den Schülerinnen und Schülern bereits im Vorfeld ausgesuchten Themen wie Liebe, Partnerschaft und Sexualität, Drogen und Klassengemeinschaft, die anschaulich und in konstruktiven Diskussionen sowie Gruppenarbeiten behandelt wurden.
Doch auch die Freizeitgestaltung ließ keine Wünsche offen: Ob Kicker, Billard, die hauseigene Turnhalle oder der Diskoraum – die Jugendlichen hatten sichtlich Spaß an den verschiedenen Aktivitäten und konnten sich auch außerhalb der Gruppensitzungen „austoben“. Am zweiten Tag durften sie nachmittags zudem in Gruppen die Drei-Flüsse-Stadt Passau auf eigene Faust erkunden.

Chorklasse 6 a und Schulchor auf Probentagen

Auch in diesem Schuljahr fuhren 46 Schülerinnen und Schüler der Realschule Dingolfing auf musikalische Probentage. Begleitet und betreut wurden sie an den beiden Tagen von den Musiklehrern Sophie Amann und Josef Haslinger. Bei strahlendem Sonnenschein machten sich auch dieses Mal die Chorklasse 6 a und der Schulchor auf den Weg nach Niederalteich in die Landvolkshochschule. Dort sollten an den zwei folgenden Chorprobentagen die noch ausstehenden Auftritte für dieses Schuljahr vorbereitet werden. Als Anerkennung für das große Engagement der singbegeisterten Schülerinnen und Schüler sowie für die Mitgestaltung des Schullebens in ihrer Freizeit wurden auch in diesem Schuljahr die Probentage vom Elternbeirat unterstützt.

ProbetnageIVSomit stand den beiden Tagen mit intensiver musikalischer Probenarbeit nichts im Weg. Während der Zeit in Niederalteich wurde aber nicht nur viel gesungen, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl gefördert sowie die Klassengemeinschaft durch kleine erlebnispädagogische Spiele gestärkt. Am Abend stand dann das gemeinsame Coaching an, das bereits Tradition hat. Dabei hatten interessierte Schüler wieder die Gelegenheit, ihre Stimmen solistisch zu erproben, und sie erhielten den einen oder anderen Tipp von den beiden Musiklehrern. Abgerundet wurden diese beiden Tage im Zeichen der Musik mit einem gemeinsamen Abschlusskonzert, bei dem die beiden Chöre ihre erarbeiteten Lieder zum Besten gaben. Das Highlight war für die Schüler in diesem Jahr, dass die Songs für die weitere Probenarbeit und als Andenken an die Probentage 2016 von Josef Haslinger digital aufgenommen wurden. Das Ergebnis der Probentage konnte die Chorklasse 6 a bereits beim regionalen Schulentwicklungstag für Niederbayern zusammen mit der Chorklasse 5 a präsentieren und auch der Schulchor ist neben den beiden Chorklassen, der Schulband und weiteren Schülerinnen und Schülern der Realschule wieder beim Sommerkonzert am 12. Juli 2016 um 19 Uhr in der Aula der Realschule zu hören.

 

Opernworkshop für die 5. Klassen

Die Operntruppe PAPAGENO aus Wien hat die Erfahrung gemacht, dass klassische Musik bedauerlicherweise von Kindern kaum mehr gehört und selbst in diesen seltenen Fällen oft noch als langweilig empfunden wird, weil die Inhalte nicht kindgerecht aufbereitet werden. Aus diesem Grund haben es sich diese Künstler zum Ziel gesetzt, musikalisches Unterhaltungstheater mit klassischen Inhalten auf schülergerechte Art zu präsentieren.

OpernworkshopIIDieses Konzept hat das Interesse der Fachschaft Musik an der Herzog-Tassilo-Realschule geweckt. Deshalb luden die Musiklehrer auch in diesem Schuljahr drei ausgebildete Sänger und Schauspieler kurz vor Ostern an die Realschule ein, um bei den Fünftklässlern die Neugierde auf klassische Musik und speziell auf Oper neu zu wecken und Schwellenängste abzubauen.

OpernworkshopIVDieses Vorhaben gelang den motivierten Künstlern mit einem schülergerechten Workshop zu Ludwig van Beethovens einziger Oper „Fidelio“. Sie begeisterten mit ihrem beeindruckenden Gesang rund 100 Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe in einer 60-minütigen Aufführung und verwandelten damit die Aula der Realschule Dingolfing in einen Opernsaal. Dabei wurden sowohl die Handlung des Stücks als auch zahlreiche Sprechrollen gemeinsam mit den Schülern erarbeitet und live dargestellt. Somit wurde die auf eine Stunde gekürzte und schülergerecht aufbereitete Fassung der Oper „Fidelio“ zu einer interessanten und kurzweiligen Alternative zum Unterricht. Im Rahmen dieses Workshops durften ca. 20 Schülerinnen und Schüler in die tragenden Rollen dieser tragischen Verwechslungsgeschichte schlüpfen oder sie übernahmen die Aufgabe der Wachen. Als Finale wurde bei diesem Workshop mit allen Schülern der 5. Jahrgangsstufe die Ode „An die Freude – Freude schöner Götterfunken“ von Ludwig van Beethoven gesungen. Dadurch gelang es den Darstellern, die Schülerinnen und Schüler auf eindrucksvolle Weise für die Oper als Kunstform zu begeistern. Zudem wurde die Befreiungsoper aufgrund der geringen Distanz zu den Sängern und der Bühne zu einem unvergesslichen Hautnaherlebnis für alle Beteiligten.

 

11.04.2016

In der Welt der Baumaschinen – 9 aK und 9 bK auf der BAUMA in München

Am 11. April, ihrem Eröffnungstag, besuchten die Klassen 9aK und 9bK die Baumaschinen-Messe BAUMA in München. Zum Messebesuch eingeladen hatte der Verein Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (Bereich Bau- und Baustoffmaschinen), der auf einer Fläche von über 100 Fußballfeldern potenzielle Kunden über aktuelle Trends, Techniken und Entwicklungen in der Bautechnologie sowie insbesondere auch Schüler der Abschlussklassen über Ausbildungsmöglichkeiten und berufliche Chancen im Baugewerbe informieren wollte. Dass die Perspektiven für Arbeitskräfte in der Baubranche nicht schlecht sind, belegen sowohl der akute Mangel an Facharbeitern, der aktuelle Boom im Baugewerbe als auch die Tatsache, dass jährlich etwa 100.000 Wohnungen fertiggestellt werden müssten, um den Bedarf abzudecken.

Daher richtete sich der Teil THINK BIG! der Messe auch ausschließlich an angehende Auszubildende, die sich dort sowohl in Gesprächen mit Firmenvertretern über Berufe und Studienmöglichkeiten im Baugewerbe informieren, an Simulatoren die Bedienung von Baumaschinen ausprobieren oder auch kleine Baumaschinenmodelle per Fernsteuerung bedienen konnten. War dort das Interesse erst einmal so richtig geweckt, wurden die Schüler in zahlreichen Ausstellungshallen oder – bei bestem Frühlingswetter – im Freigelände von der schier unglaublichen Größe und Kraft imposanter Kräne, Bagger, Transportfahrzeugen, Förderanlagen etc. beeindruckt. Oder auch von der Hochtechnologie aller Bereiche, die in der Bautechnik zum Einsatz kommt, sei es in der Konstruktion von Gebäuden oder Maschinen, hochpräzisen Vermessungstechnik und dem Einsatz feinmechanischer Geräte. Auffällig war die offenkundige Technisierung: Was früher noch mit Muskelkraft und schweißtreibender Arbeit getan werden musste, wird heutzutage zunehmend durch die Bedienung von Knöpfen, Joysticks und Hebeln erledigt.

Somit ergab sich als Fazit für die Schüler: Die Bauarbeit von Heute bzw. Morgen ist weniger Handwerk, stattdessen kommt es wohl mehr auf ein ausgefeiltes Wissen in der Maschinen- und Anlagenbedienung an. Außerdem findet das in der Schule erworbene Wissen vielfältige praktische Anwendungsmöglichkeiten, sei es im massiven Reifenprofil von Muldenkippern zur Erhöhung der Reibung, dem Einsatz von Flaschenzügen bei Kränen, die Verwendung chemischer Stoffe in Baustoffen, der Einsatz von Mathematik und CAD in der Planung und Konstruktion, betriebswirtschaftliche Kalkulationen und vieles mehr. Insgesamt erlebten die Schüler einen hochinteressanten, informativen Tag mit einer Menge Spaß auf der BAUMA in München.

08.04.2016

Politik hautnah erleben – Landtagsbesuch der Klasse 10 c

Kürzlich besuchte die Klasse 10 c zusammen mit ihren Sozialkundelehrern den bayerischen Landtag. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln reiste die Klasse nach München und wurde dort freundlich vom Personal begrüßt. Die Schüler erhielten einen kurzen Überblick über die Geschichte und Architektur des Gebäudes sowie über die Arbeitsweise und Zusammensetzung des Parlaments und der Landesregierung. Bei einem anschließenden gemeinsamen Mittagessen konnten die ersten Erfahrungen ausgetauscht werden.

Am Nachmittag stand dann ein Highlight auf dem Programm. Die Klasse besuchte die Plenarsitzung des Landtags. Die Abgeordneten diskutierten über die Einführung des 31. Oktober als gesetzlichen Feiertag und stimmten anschließend darüber ab. Besonders beeindruckend war die Diskussion mit den Wahlkreis-Abgeordneten von CSU, SPD, den Freien Wählern und den Grünen. In einem Meinungsaustausch ging es um die ländliche Entwicklung in unserer Region. Dabei stellte die Grünen-Abgeordnete Ruth Müller die Entwicklung entlang der Autobahn A92 dar. Weiterhin ging es um den Breitbandausbau in der ländlichen Region. Nach einem interessanten Tag trat die Klasse die Rückreise nach Dingolfing an.

04.04.2016

Vortrag für die 9. Klassen zum System der Sozialversicherung

Eine gelungene Abwechslung zum üblichen Schulalltag erlebten die Schüler der 9. Klassen. Im Rahmen des Wirtschaftsunterrichts erhielten sie einen Einblick in das System der Sozialversicherungen, dargeboten von Natalie Greck, einer Referentin der DAK-Gesundheitskasse. Dabei vertieften die Jugendlichen die bereits im Unterricht erworbenen Kenntnisse über die Zweige der gesetzlichen Sozialversicherungen.

So wurden die einkommensabhängige Versicherungspflicht für abhängige Beschäftigte, Auszubildende und Studenten erklärt, die Träger der Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung vorgestellt und deren Aufgaben bzw. Leistungen für die versicherten Arbeitnehmer erläutert. Interessiert und sehr aufmerksam folgten die Schüler den Ausführungen der Referentin, die vor allem durch zahlreiche Fälle aus der Praxis das Thema greifbar machte. In diesem Zusammenhang berichtete Greck von den Leistungen, die im Rahmen der Krankenversicherung für die Versicherungsnehmer angeboten werden. Zu diesen gehören die Gesundheitsvorsorge, die Verhütung bzw. Früherkennung von Krankheiten, sowie die Kostenübernahme zur Behandlung einer Krankheit. Außerdem werden zahlreiche Informationen für die Versicherten zu den verschiedensten Themen wie z. B. Ernährung, Beratung, Bewegung, Schutzimpfungen oder auch zur Empfängnisverhütung bereitgestellt.

 Die Schüler erfuhren, wie kosten- und arbeitsintensiv die Versorgung von pflegebedürftigen Personen sein kann. Schnell erkannten sie, dass es sinnvoll ist, für den Fall der Pflegebedürftigkeit vorzusorgen. Zu den Leistungen, die in diesem Zusammenhang durch die Pflegeversicherung von der jeweiligen Krankenkasse übernommen werden, gehören unter anderem die Kostenübernahme der Pflege durch einen speziellen Pflegedienst, die Kostenerstattung von Pflegehilfsmitteln oder die Durchführung von Pflegekursen. Den Schülern wurde erklärt, dass es auch bei jungen Personen aufgrund von Operationen zur Notwendigkeit einer Kurzzeitpflege kommen kann und nicht immer nur ältere Personen betroffen sein müssen. Im weiteren Gesprächsverlauf wurde ebenso informativ und realitätsnah auf die Besonderheiten und Leistungen der Arbeitslosen-, Unfall- und Rentenversicherung eingegangen.

Abschließend führten die Schüler unter der Anleitung der Referentin konkrete Lohn- und Gehaltsabrechnungen durch. Dabei wurde ausgehend vom durchschnittlichen Bruttolohn eines Arbeitnehmers in Deutschland der Nettolohn unter Abzug der Steuern bzw. Sozialversicherungsbeiträge berechnet. Je nach Höhe des verfügbaren Einkommens und der haushaltsüblichen Ausgaben einer Familie wurde deutlich, dass die familiären Haushalte zum „Wirtschaften“ gezwungen sind und dabei natürlich die Vorsorge für Notfälle nicht außer Acht lassen sollten. Der informative Vortrag war für die Schüler eine gelungene Abwechslung zum üblichen Wirtschaftslehreunterricht, zumal sie in absehbarer Zeit selbst in ein Ausbildungsverhältnis wechseln und damit auch der Sozialversicherungspflicht unterliegen.

25.03.2016

Vortrag für die 9. Klassen zum Thema Hospiz

„Hospiz ist weniger ein Ort oder ein Platz, sondern eine bestimmte Art, seine Lebenszeit zu erleben.“ Dieses Zitat stammt von der englischen Ärztin Cicely Saunders (1918-2005), die als Begründerin der modernen Hospizbewegung und Palliativmedizin gilt. Was unter diesen beiden Griffen genau zu verstehen ist, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe in einem Vortrag von Dipl.-Theol. Dr. Michael Stütz. Der ehemalige Religionslehrer der Realschule Landau ist Vorsitzender der landkreisweit bekannten Hospizgruppe Dingolfing/Landau e.V. und referierte über das Thema Hospiz allgemein, die Tätigkeiten eines Hospizhelfers, die Bedeutung der Palliativmedizin sowie das Wirken der ansässigen Hospizgruppe.

Im Rahmen des Lehrplanthemas „Tot – und was dann?“ beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler im Verlauf des Schuljahres intensiv mit dem Lebensende eines jeden Menschen. In seinem Vortrag brachte Dr. Stütz den Klassen das Thema Hospiz näher. Der Name steht für eine weltweite Bewegung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen mit schweren und unheilbaren Erkrankungen ein lebenswertes Dasein zu ermöglichen sowie Hilfe für deren Angehörige anzubieten.

In Deutschland gibt es rund 1.500 Hospizvereine, davon 130 in Bayern. Die Dingolfing/Landau-Gruppe kommt auf 235 Mitglieder, darunter 60 Hospizhelfer. Da aus unterschiedlichen Gründen nicht immer alle Hospizhelfer gleichzeitig zur Verfügung stehen, rechnet Dr. Stütz aktuell mit ca. 35 aktiven Helfern, die sich um etwa 60 Sterbebegleitungen pro Jahr kümmern. Die Aufgaben seines Vereins seien, so Dr. Stütz, die Begleitung von Schwerstkranken, Sterbenden und deren Familien, Beratung und Gespräche, Hilfe beim Kontakt zu Ärzten, Informationen rund um das Thema Patientenverfügung und die Trauerarbeit für die Hinterbliebenen.

Er betonte dabei die drei obersten Prinzipien, an die sich ein Hospizhelfer halten muss: absolute Schweigepflicht, weltanschauliche Neutralität und die Ausübung der Tätigkeit als Ehrenamt. Wichtig bei jeder Sterbebegleitung sei laut Dr. Stütz, dass man sich auf den Kranken gut einstellt, emotional schwierige Situationen aushalten kann, viel Blickkontakt hält, ein gutes Einfühlungsvermögen besitzt, ausreichend Zeit mitbringt, gut zuhören kann und zudem nicht nur Gespräche führen, sondern oft auch einfach mal zusammen schweigen oder auf Wunsch beten kann.

Ziel dabei sei die Symbiose von Hospizarbeit und Palliativmedizin, so dass letztlich „nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben“ gegeben wird. Das Team der Hospizgruppe Dingolfing/Landau versucht dies bestmöglich umzusetzen gemäß dem Motto der Hospiz-Begründerin Dr. Cicely Saunders: „Jeder Mensch ist bis zum letzten Augenblick seine Lebens wichtig. Und wir werden alles tun, damit er nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt leben kann.“  

24.03.2016

Dreitägige Präventions-Veranstaltung für die 8. Jahrgangsstufe zum Thema Sucht

Den Auftakt der dreitägigen Veranstaltung bildete vor den Osterferien eine Autoren­lesung eines ehemaligen Alko­ho­likers, der unter dem Pseudonym Jason Sante seine Bücher veröffentlicht. Wort­gewaltig und schonungslos offen stellte der Oberbayer seine Biographie vor, indem er Auszüge seiner Lebensgeschichte vorlas. Dadurch führte er den Schülern der 8. Jahrgangs­stufe die ver­hee­renden Auswir­kungen einer legalen Droge plastisch vor Augen. „Wer möchte schon von irgend­etwas abhän­gig sein?“, fragte der Schriftsteller kritisch sei­ne Zuhö­rer am Ende seines Vortrages, wo doch in unserer Gesell­schaft alle nach Freiheit strebten und gerade Heranwachsende immer wieder darauf pochten. Der Indie-Autor musste viele Entgiftungen und Krankenhausaufenthalte überstehen, bevor er dem Teufelskreislauf schließlich nach 23 Jahren entrinnen konn­te, indem er nach einem langen, schmerzhaften Prozess der eigentlichen Ursache seiner Sucht auf die Schliche kam.

Durch das Verfassen seiner Biographie schrieb er sich buchstäblich die Qua­len von seiner See­le. Im Anschluss an die ca. 30-minütigen Lesungen durften die Zuhörer noch persönli­che Fragen stellen, wobei der Referen­t besonders authentisch wirkte und dadurch bei den Jugendlichen hervorra­gend ankam. Was darf ein trockener Alkoholiker essen? Wie reagiert die Umwelt auf das Eingeständnis, dass man süchtig ist? Wie schafft man den Entzug? Wodurch kann man dauerhaft abstinent bleiben? Jason Sante empfahl den Jugendli­chen, über ihre Ängste mit vertrauten Personen zu sprechen, anstatt diese mit Alkohol zu „betäu­ben“. Die Schüler zollten ihm für seine ehrlichen Worte mit einem kräftigen Applaus An­erken­nung.

Wie wichtig es ist, seine Gefühle zu artikulieren und welche bedeutende Rolle Emotionen überhaupt bei der Entstehung von Abhängigkeiten spielen, erfuhren die 138 Realschüler an den beiden Folgetagen von Gabriele Salzberger. Häufig stehen zu­nächst freu­dige Anlässe, wie zum Beispiel Geburtstags-, Vereins- oder Betriebs­fei­ern im Vordergrund. Auch Hochzeiten und andere Festivitäten sind zwangsläufig mit dem Konsum von Spiri­tuo­sen verbun­den. Als Gesell­schafts­droge Nummer eins wird folglich jeder Mensch einmal mit Alkohol in Berührung kom­men. In Gruppenarbeiten wurde den Schülern aber schnell klar, dass die Grenzen zwischen Genuss und Miss­brauch fließend sind. Man möchte be­stimm­te Gefühle hervorrufen, wie beispielsweise Entspannung, Mut, Selbstbewusstsein, Freude oder Ausgelas­sen­heit und auch Sorgen bzw. Probleme mit Alkohol verdecken.

Salzberger erarbeitete anschließend mit den Schülern Alternativen, welche dieselben positiven Emotionen auslösen könnten. Abgerundet wurden die Gruppenarbeiten durch Rollenspiele, bei denen die Achtklässler einer­seits die Rolle der Verführer und andererseits diejenige der Selbstbewussten verkörpern durften, welche die Ich-Stärke be­sitzen, in kritischen Situationen und trotz Gruppenzwangs Nein zu sagen. Damit leistete das Mitglied des Kreuzbundes Landau e. V. (eine überregionale Selbsthilfegruppe für Suchtkranke und Angehörige) einen wert­vollen Bei­trag zum Thema Persönlichkeitserziehung.

Schließlich erzählte Salzberger aus eigener, bitterer Erfah­rung den Heranwachsenden, wie schnell man in den Strudel der Abhängigkeit geraten kann und wie wichtig des­halb Achtsamkeit ist, denn es gibt viele verschiedene Formen von Sucht. Nach drei schweren Autounfällen und zwei Führerschein-Entzügen mit anschließender MPU (medizinisch-psychologische Untersu­chung) sowie einer Gerichtsverhandlung brachte sie ein vierter Auto­un­fall – bei dem es aber lediglich zu einem Sachschaden kam – zum Umdenken, so dass sie über ihren Rechtsanwalt Hilfe bei Uschi Vog­ginger von der Sucht­beratungsstelle Dingolfing suchte.

Die Angestellte und ehemalige Kellnerin haderte nicht mit ihrem Schick­sal, sondern begab sich mit der Kreuzbund-Gruppe und in vielen Seminaren auf eine „Reise zu sich selbst“, auf der ihr schließlich bewusst wurde, wel­che Gefühle sie durch den Alkohol verdrängen und vergessen wollte, nämlich ihre innere Traurigkeit und Verlustängste, ausgelöst durch die vielen Todesfälle in Familie und Freundeskreis.

Bei den Gruppenarbeiten war es der Referentin daher sehr wichtig, dass sich die Schüler emotional in bestimmte Situationen hineinversetzten und sich selbst dabei „spüren“ lernten. Außerdem appellierte Salzberger an die Ju­gendlichen, an sich selbst zu glauben, Herausforderungen anzunehmen und Verantwortung zu überneh­men. Als Abschieds­ge­schenk erhielten alle deshalb von der Referentin einen Stein mit auf­gemal­ten Symbolen – einer Abwärtsspirale und einem Herzen. Die Spirale soll die Hindernisse symbolisieren, die jeder Mensch auf seinem individuellen Lebens­weg zu überwinden hat und mit dem „Herzen“ wünschte sie den Heranwachsenden, dass sie so oft wie möglich ihrer inneren Stimme und ihrem Herzen folgen mögen, ganz besonders in unserer immer stärker leistungsorientierten Gesellschaft. Seit Jahren hat es sich das Kreuzbund-Mit­glied zur persönlichen Herzensangelegenheit ge­macht, Jugendliche vor den desaströsen Folgen übermäßigen Alkoholkonsums zu warnen. Die Schüler dankten Salzber­ger für ihr herausragendes ehren­amtliches Enga­ge­ment und brachten ihren Respekt mit einem großen Applaus zum Ausdruck.

Einen weiteren Schwerpunkt der dreitägigen Suchtprävention bildeten darüber hinaus rechtliche Aspekte, denen Konrad Stöger, Jugendschutz- und Präventionsbeauftragter der Polizeiinspektion Dingolfing, professionell Rede und Antwort stehen konnte. In seiner Tätigkeit als Polizist erlebte er jedoch auch tragische Einzelfälle und lie­ferte dadurch eindrucksvolle Fallbeispiele über die Auswirkungen diverser Drogen. Abschreckende Fotos mach­ten den Jugendlichen deutlich, dass peinliche Bilder oder Situationen weder einen potentiellen Arbeitgeber noch das an­dere Ge­schlecht beeindrucken können.

In anschaulicher Weise zeigte Stöger außerdem die beson­de­ren Gefahren von Alkohol und anderen Suchtmitteln im Straßenverkehr auf. Dies wurde durch die Rauschbrillen der Deut­schen Angestellten Krankenkasse perfekt ergänzt, welche die Achtklässler während des 90-minütigen Vortrages von zwei Ver­tre­terinnen der DAK testen durften. Aufgrund der reduzierten Wahrnehmung und der einge­schränk­ten Reaktions­zeit können bereits 0,3 Promille fatale Folgen nach sich ziehen und zum Tod eines Men­schen führen. Davon abgesehen komme es unter Alkoholeinfluss zu Straftaten mit teilweise schweren Körperverletzungen, da durch den Konsum des Rauschmittels die Aggressivität zunimmt.

Zusammenfassend forderten alle Referenten die Realschüler sämtlicher achten Klassen auf, ein aktives, selbstbestimmtes und sinnerfülltes Leben zu führen und sich nicht von Drogen manipulieren zu lassen.

18.03.2016

Landrat Heinrich Trapp zu Besuch an der Realschule Dingolfing

Im Rahmen des Sozialkundeunterrichts besuchte Landrat Heinrich Trapp die Schüler der Klasse 10 d. Nach einer freundlichen Begrüßung berichtete Trapp von seinem Tagesablauf. Er nimmt an verschiedenen Besprechungen, Volksfesten, Schulterminen oder an Spatenstichen für diverse Bauprojekte teil. Anschließend erzählte er von seinen zahlreichen Aufgaben im Landkreis und der Zusammenarbeit mit dem Kreistag. Große Themen sind dabei die Pläne zur Errichtung einer Fachoberschule und der geplante Umbau der Realschule Dingolfing.

Weiterhin erklärte der Landrat den Schülern, dass der Landkreis der Sachaufwandsträger für die Realschule sei und entsprechend für die Kosten der Schule aufkomme. Dabei konnte er jedem Schüler seine verursachten Buskosten nennen. Die Krankenhäuser in Dingolfing und Landau gehören ebenfalls zur Zuständigkeit des Landkreises. Trapp erläuterte die Schwierigkeiten der beiden Krankenhäuser aufgrund ihrer relativ kleinen Größe. In Dingolfing ist eine Unfallchirurgie vorhanden, die zu jeder Zeit Arbeitsunfälle behandeln kann. Dies ist besonders für die Großbetriebe im Landkreis wichtig. In Landau musste der Landkreis die Rund-um-die-Uhr-Versorgung durch die Unfallchirurgie aus Kostengründen aufgeben.

Im weiteren Unterrichtsverlauf erläuterte Trapp zudem die geplanten Straßenmodernisierungen und wie sie der Landkreis finanziert. In seinem Vortrag ging er noch kurz auf die Flüchtlingspolitik ein und erklärte, dass der Ausländeranteil in Dingolfing nur zu einem kleinen Teil aus Flüchtlingen und zu einem größeren Teil aus Gastarbeitern in großen Firmen bestehe. Abschließend betonte er, wie stolz er auf die freiwilligen Feuerwehren im Landkreis sei, und brachte an, dass es im Landkreis mehr freiwillige Feuerwehrmänner gebe als in England.

14.03.2016

Verschiedene Aktionen der Realschule Dingolfing am „DAY OF MERCY“ des Bistums Regensburg

Anlässlich des „Heiligen Jahres der Barmherzigkeit“, zu dem Papst Franziskus das Jahr 2016 ernannte, rief der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer zu einem gemeinsamen Tag der Barmherzigkeit oder besser gesagt zum „DAY OF MERCY“ am 10. März auf. An diesem Tag waren insbesondere Kinder und Jugendliche aufgefordert, eine thematisch passende Aktion beispielsweise in ihrer Schule durchzuführen.

Selbstverständlich beteiligte sich auch die Realschule Dingolfing daran. Nachdem alle zunächst von Schülersprecherin Kristin Krauss über die Aktion per Durchsage informiert („Barmherzigkeit meint, einem Menschen ohne Gegenleistung etwas Gutes zu tun.“) und im katholischen und evangelischen Religionsunterricht der Begriff Barmherzigkeit sowie seine Deutungsmöglichkeiten geklärt worden waren, machten sich viele Klassen ans Werk. Der Tag sollte an der Realschule Dingolfing nämlich auf drei Pfeilern stehen:

Einerseits wurden zahlreiche Plakate gestaltet, die sich mit den Unterthemen „Barmherzigkeit statt Vergeltung“, „Ein Herz für die Unglücklichen“, „Vergebung“, „Hungernde speisen, Durstige tränken“, „Fremde aufnehmen“, „Kranke besuchen“, „Trauernde trösten“, „Unrecht ertragen“, „Beleidigungen verzeihen“ oder „Unsere Verstorbenen nicht vergessen“ beschäftigten. Diese wurden im Foyer der Hans-Glas-Turnhalle ausgestellt und im Laufe der gesamten Woche von den übrigen Klassen begutachtet.

Andererseits wurde während des Religionsunterrichts fleißig geschnitten, geklebt, gebastelt und verpackt. Ähnlich der Valentinstag-Rosenaktion der SMV gab es am 10. März für die gesamte Schulfamilie kleine Geschenke zu erwerben, die dann als „kleine Aufmerksamkeit zwischendurch“ und Zeichen der Liebe, Freundschaft und Dankbarkeit an Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde verschenkt werden konnten. Der Erlös ging zu Gunsten eines wohltätigen Zwecks.

Zu guter Letzt machten sich die Chorklassen 5 a und 6 a zusammen mit ihren Musiklehrkräften auf den Weg ins Bürgerheim Dingolfing, um Barmherzigkeit sprichwörtlich vorzuleben. Sie wollten den dortigen Bewohnern mit religiösen Liedern, aber auch Popsongs eine Freude machen und gleichzeitig eine kleine Abwechslung zum Alltag im Seniorenheim bieten.

11.03.2016

Sechstklässler machen den Kinosaal zum Unterrichtsraum

Kurz nach den Faschingsferien besuchten alle Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe das Cinema Filmpalais, um dort den Film „Bach in Brazil“ zu sehen. Basierend auf dem pädagogischen Grundgedanken des Films wurde es seitens der Produzenten ermöglicht, ihn bereits vor der offiziellen Premiere als Schulvorstellung zu besuchen.

Kinobesuch-6.KlasslerVöllig unerwartet erfährt der ehemalige Musiklehrer Marten Brückling (Edgar Selge), dass ihm ein einst nach Brasilien ausgewanderter Jugendfreund die Original-Abschrift eines Notenblattes von Johann Sebastian Bach, angefertigt von dessen jüngstem Sohn Johann Christian Bach, hinterlassen hat. Bei der Entgegennahme im brasilianischen Ouro Preto kommt es zu einigen Komplikationen. Brückling wird letztlich als ensembleleitender Musikpädagoge in der örtlichen Jugendarrestanstalt eingesetzt.  Die brasilianischen Kinder und Jugendlichen studieren dabei auf ihren Instrumenten eigene Arrangements bekannter Melodien aus der Feder Johann Sebastian Bachs unter der Anleitung ihres neuen Musiklehrers ein und musizieren diese schließlich auf einem Bachfestival in Deutschland.
Die Dingolfinger Realschülerinnen und –schüler wurden im Vorfeld im Rahmen ihres Musikunterrichts auf den Film und die darin verarbeitete Musik vorbereitet sowie über deren Komponisten informiert. Auch die Lebensumstände, in denen sich viele brasilianische Kinder und Jugendliche befinden, wurden thematisiert. So sollte mehrdimensionales Lernen ermöglicht werden, was auf breite Zustimmung seitens der Schüler traf: „Ich fand den Film sehr schön. Man lernt auch etwas über Johann Sebastian Bach und über Brasilien.“ – „Es hat mich gewundert, wie schlecht es vielen der Jugendlichen dort offenbar geht. Aber trotzdem haben sie tolle Musik zusammen gemacht“, so die Schülerinnen und Schüler der vier 6. Klassen. Der Kinosaal war eine willkommene Abwechslung zum alltäglichen Klassenzimmer, die sicherlich ihre Spuren hinterlassen hat. Womöglich findet Bachs Musik so auch heute noch neue Fans.

07.03.2016

Wahlpflichtfächergruppen-Info für die 6. Klassen

Die Qual der Wahl – die haben auch in diesem Schuljahr wieder die Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe. Die Entscheidung über die Wahlpflichtfächergruppe, die schließlich bis zur 10. Jahrgangsstufe belegt wird, steht noch vor den Osterferien an und so wurden Schüler, Eltern und Erziehungsberechtigte am vergangenen Montag ausführlich über die verschiedenen Möglichkeiten informiert.

Mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch (Mathematik, Physik, technisches Zeichnen), Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen, Französisch oder doch Haushalt und Ernährung? Um diese Frage zu beantworten und die Entscheidung zu erleichtern, ging es nach der Begrüßung durch die stellvertretende Schulleiterin Barbara Gagel für die Sechstklässler, die fast vollzählig anwesend waren, in vier Gruppen zwei Stunden lang quer durch das ganze Schulgebäude, um jeweils 20 Minuten lang in jedem Fachbereich aktiv zu arbeiten und zu tüfteln. Daneben informierten die Fachlehrer über die Inhalte und Besonderheiten der einzelnen Wahlpflichtfächergruppen und standen den Kindern Rede und Antwort.

In der Zwischenzeit kamen die zahlreich erschienenen Eltern im Musiksaal beim erstmalig anberaumten Elterncafé, das vom Elternbeirat organisiert worden war, untereinander ins Gespräch. Zudem gaben die Klassenleiter der vier 6. Klassen, Veronika Buchner, Alexandra Huber, Josef Haslinger und Barbara Gagel in Vertretung des erkrankten Dieter Scherm, bereitwillig Auskunft über ihre Einschätzungen der Stärken und Schwächen der einzelnen Schüler und versuchten so den Eltern bei der anstehenden Zweigwahl mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Auch Julia Daffner und Florian Berger als Lehrkräfte für den bilingualen Sachfachunterricht sowie Sophie Amann und Michaela Schellinger in ihrer Funktion als Beratungslehrerinnen waren gefragte Gesprächspartner.

Anschließend wartete ab 19 Uhr mit dem Infoabend zur Wahlpflichtfächergruppenwahl der nächste Programmpunkt. Konrektorin Barbara Gagel erklärte die Anmeldeformalitäten, in der Folge referierten die beiden Beratungslehrerinnen über die einzelnen Möglichkeiten, Voraussetzungen und Entscheidungshilfen sowie die Unterschiede im Lehrplan und die Stundentafel. Allen war dabei ein Anliegen, dass die Jugendlichen nach ihren Fähigkeiten, Begabungen und Interessen den entsprechenden Zweig wählen und nicht etwa nach der Wahl des besten Freundes ihre Entscheidung treffen. Zudem gab es Informationen über das Angebot des bilingualen Sachfachunterrichts – sprich Geschichte auf Englisch –, den man von der Jahrgangsstufe 7 bis 9 belegen kann.

Im Anschluss hatten schließlich die Eltern Gelegenheit, die noch offenen Fragen mit den jeweiligen Fachlehrern der verschiedenen Wahlpflichtfächergruppen zu klären, um zusammen mit ihren Kindern bis 18. März das Kreuzchen dann auch wirklich an der richtigen Stelle zu machen.

04.03.2016

Schüler der 9. Klassen bei Wettbewerb „Jugend forscht“ in Passau

Zwei Schülergruppen der 9. Klassen der Herzog-Tassilo-Realschule präsentierten an zwei Tagen Anfang März an der Universität Passau ihre Beiträge zum Wettbewerb „Jugend forscht“. Über viele Monate hinweg beschäftigten sie sich in zwei ebenso schönen wie verschiedenen physikalischen Projekten mit dem Thema Resonanz (Widerhall). Resonanz kennt man etwa vom Marschieren über eine Hängebrücke, die dadurch in mehr oder weniger heftige Schwingungen versetzt werden kann, oder vielleicht sogar von der letztjährigen Verleihung des Physik-Nobelpreises für den experimentellen Nachweis von Neutrino-Resonanzen und damit der Masse von Neutrinos (die sie der speziellen Relativitätstheorie zufolge eigentlich nicht haben dürften).

Eine Gruppe befasste sich mit resonanten Schwingungserscheinungen an dünnen Metallplatten unterschiedlicher Geometrie (Kreis, Quadrat, Dreieck).  Zunächst bestreuten sie die Platten jeweils mit sehr feinem Quarzsand und versetzten sie dann durch Beschallung mit von einem Frequenzgenerator erzeugten Tönen unterschiedlicher Höhe (Frequenz) aus einem Lautsprecher heraus oder durch Streichen der Platten an einer Kante mit einem Geigenbogen in Schwingungen (diese Methode wandte um 1780 bereits der Entdecker der nach ihm benannten Chladnischen Klangfiguren an, der deutsche Naturwissenschaftler E. F. F. Chladni). In beiden Fällen kam es zu stehenden, mechanischen Wellen auf der Plattenoberfläche mit charakteristischen, kurvenartigen Bereichen, an denen die Platte in Ruhe und der Sand daher liegen blieb (Knoten), während er von allen übrigen Stellen (Bäuchen) infolge heftiger Plattenschwingungen weggeschleudert wurde. Als Ergebnis konnten die Schüler besondere Sandlinien auf der Plattenoberfläche beobachten, die sogenannten Klangfiguren.

Die zweite Arbeitsgruppe untersuchte beim Eigenbau eines Tesla-Transformators die lose magnetische Kopplung zweier elektromagnetischer Schwingkreise, die durch geeignete Abstimmung in Resonanz gebracht wurden. Dadurch kam es im sekundären Schwingkreis zu einer Spannungsüberhöhung und dem Auftreten von blitzartigen, elektrischen Entladungen (Streamern). 

In bewährter Weise stand bei der Anfertigung und Bereitstellung von Materialien und Mittel die Firma SAR Electronic GmbH Dingolfing als bewährter Kooperationspartner den Schülern zur Seite und zeigte sich durch regelmäßige Besuche an der Schule sehr interessiert an der Arbeit der Schüler. Mit großem Stolz und Freude erklärten die Jugendlichen an der Universität Passau dem interessierten Publikum, aber vor allem auch den anderen Teilnehmergruppen ihre Projekte, hatten aber auch selbst ausreichend Gelegenheit, die Beiträge der anderen Schulen anzusehen, sich diese erklären zu lassen und dabei oder auch beim gemeinsamen Essen in der Mensa der Universität, zu dem sie von der Stiftung „Jugend forscht“ eingeladen waren, schöne Kontakte unter Gleichgesinnten zu knüpfen. Die beiden Tage in Passau waren somit auch eine Anerkennung für den Einsatz und die Leistung der Dingolfinger Realschüler.

01.03.2016

Exkursion der Klasse 8 b sowie der Bili-Schüler der 8. Jahrgangsstufe nach Regensburg

Die Klasse 8 b sowie die Schüler des bilingualen Geschichtsunterrichts der 8. Jahrgangsstufe machten sich im Rahmen einer Geschichtsexkursion mit ihren Lehrkräften Christoph Gsell und Julia Daffner auf den Weg nach Regensburg. Das erste Ziel der Fahrt war das Schloss St. Emmeram.

Das einstige Benediktinerkloster, am Rand der Altstadt gelegen, ist noch heute im Besitz der Familie Thurn und Taxis. Dort angekommen wurden die Schülerinnen und Schüler in zwei Gruppen geteilt und durch das Schloss geführt. Der Rundgang war so gestaltet, dass die Jugendlichen einerseits interessante Einblicke in die Geschichte des Schlosses sowie in das Leben der Familie Thurn und Taxis und andererseits im Rahmen der interaktiven Tour ihr bisher gelerntes Wissen weiter vertiefen und anhand verschiedener Stationen im Schloss über die Geschichte spekulieren konnten. Auf das Postwesen, das eng mit der Familiengeschichte verbunden ist, wurde besonders eingegangen und dabei auch Begriffe wie „Alles in Butter“ geklärt.

Da die Familie teilweise heute noch das Schloss bewohnt, war es leider nicht erlaubt Fotos zu machen. Dennoch haben die prunkvollen Räume, insbesondere der Ballsaal des Schlosses, bei den Schülern einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dieser wirkte mit seiner Deckenhöhe von sieben Metern und den großen Spiegeln, die aus dem Frankfurter Palais nach Regensburg gebracht worden waren, besonders imposant. Nach der Besichtigung des Wintergartens und der hauseigenen Kapelle ging es zum Kreuzgang des ehemaligen Klosters, in dem allen die strengen Bedingungen des Lebens der Mönche nochmal bewusst wurden. Den Abschluss bildete der Besuch der Gruftkapelle, der bei so manchem ein mulmiges Gefühlt hinterließ.

Im Anschluss der Schlossbesichtigung unternahmen die Schüler mit ihren Lehrkräften einen Sparziergang durch die historische Altstadt, vorbei am Neupfarrplatz und dem gotischen Dom, bevor sich die Gruppe wieder auf den Weg nach Dingolfing machte. Auf der Heimfahrt waren sich alle einig, dass diese Exkursion eine gelungene Abwechslung zum Schulalltag darstellte.

25.02.2016

Zweiter Teil der Berufsinformation für die 9. Klassen

Der Besuch der 9. Jahrgangsstufe, das ist für Realschüler gleichbedeutend mit der Suche nach dem Traumberuf sowie die Zeit für Praktika und erste Bewerbungen. Aus diesem Grund veranstaltete die Realschule nach einer ersten Berufsinfowoche Mitte November Ende Februar eine zweite Themenwoche, in der sich die Jugendlichen intensiv mit Berufsfindung und der Bewerbung um eine Ausbildungsstelle beschäftigten.

Den Anfang machte der „Tag der Realschulen“ des BMW-Werks am 23. Februar, zu dem auch zehn ausgewählte Schülerinnen und Schüler der Realschule Dingolfing eingeladen waren. Ziel war, das spezielle Ausbildungsprogramm „Duale Berufsausbildung mit dem Erwerb der Fachhochschulreife (DBFH)“ vorzustellen. Der Vorteil liegt darin, dass leistungsstarke Schüler in nur drei Jahren sowohl eine berufliche Erstausbildung in einem der drei Ausbildungsrichtungen Elektrotechnik für Betriebstechnik, Industriemechanik oder Kraftfahrzeugmechatronik als auch die Fachhochschulreife erwerben können, so dass sie im Anschluss daran unmittelbar ein Studium an der Fachhochschule aufnehmen können.

Die interessierten Schüler durften an einer eineinhalbstündigen Werksführung durch das Werk 2.4 teilnehmen sowie im Bildungszentrum den Vortrag „Berufsausbildung bei BMW“ hören. Danach wurden die verschiedenen Ausbildungsabteilungen im Aus- und Weiterbildungszentrum besichtigt und die Schüler erhielten die Gelegenheit, Auszubildende bei ihrer Arbeit zu beobachten und auch mit diesen in Kontakt zu treten. Den Abschluss bildete eine gemeinsame Diskussionsrunde mit den zuständigen Ausbildungsmeistern, die bei allen Fragen Rede und Antwort standen.

Zwei Tage später fand dann schließlich ein Berufsinfotag an der Schule statt. Maßgeblich daran beteiligt war Bernhard Peisl von der Agentur für Arbeit in Dingolfing, der die Jugendlichen der sieben 9. Klassen in der Aula über die Auswahlprüfung für den mittleren, nichttechnischen Dienst informierte sowie die Frage „Wie bewerbe ich mich richtig?“ anhand einer Powerpoint-Präsentation zu klären versuchte. Ziel bei einer Bewerbung sei, „Werbung für mich zu machen“, so der Berufsberater. Peisl ging auf den Aufbau und die Reihenfolge in der Bewerbungsmappe sowie die häufigsten formalen Fehler ein. Zudem gab er wertvolle Tipps zum Vorstellungsgespräch und wies nochmals auf verschiedene Internetadressen und Zeitschriften hin, mit deren Hilfe sich die Schüler auf die anstehende Berufswahl vorbereiten können. Bis zu den Pfingstferien steht er in Einzelsprechstunden für individuelle Sachverhalte und Probleme zur Verfügung und wird die Jugendlichen in Zusammenarbeit mit der Realschule auch weiterhin tatkräftig bei der Suche nach der richtigen Ausbildungsstelle unterstützen.

Im Anschluss an den Vortrag von Bernhard Peisl wurden die Neuntklässler von Referenten namhafter Betriebe aus der Region geschult. Die Klassen wurden entsprechend ihrer Wahlpflichtfächergruppe den Unternehmen BMW, SAR, Sparkasse, Mann & Hummel, Sano und Barmer zugeteilt. Nach einer kurzen Information über die jeweilige Firma boten die eingeladenen Vertreter sogenannte Bewerbertrainings an, in denen einzelne Schülerinnen und Schüler sowohl einen telefonischen Erstkontakt mit dem Unternehmen als auch Vorstellungsgespräche realitätsnah durchspielen konnten. Dabei merkten die Jugendlichen schnell, dass eine gute Vorbereitung nicht nur in der Schule, sondern eben auch bei einem Vorstellungsgespräch sprichwörtlich die halbe Miete ist. Mit diesen vielen neuen Eindrücken endete der Berufsinfotag, nach dem eines fest stand: Schon bei der Bewerbung für die anstehenden Praktika kann vieles davon gebraucht werden.

24.02.2016

Blick hinter die Kulissen beim Tag der offenen Tür

Wie im normalen Schulalltag war auch beim diesjährigen Tag der offenen Tür die Aula der Herzog-Tassilo-Realschule der Dreh- und Angelpunkt. Schulleiterin Elfriede Brunner begrüßte zusammen mit der stellvertretenden Schulleiterin Barbara Gagel, Schulpsychologin Antonia Kirchhelle und Grundschullotsin Melanie Winterstetter die zahlreichen Gäste und stand Rede und Antwort zu allen Fragen rund um den Übertritt, den Probeunterricht und in Sachen Nachteilsausgleich bei Lese-Rechtschreib-Schwäche und Legasthenie. Unterstützt wurde das Duo von Mitgliedern des Elternbeirats, die Auskunft über das Schulleben und ihre Erfahrungen als Eltern von Dingolfinger Realschülern gaben.

Zudem gab es Informationen zur beliebten Mittags- und Nachmittagsbetreuung sowie der freiwilligen Schulkleidung. Wer sich bei Schule einen Ort trockener Wissensvermittlung vorstellte, wurde bei den eifrig genutzten Schulhausführungen eines Besseren belehrt. Sämtliche Orientierungsprobleme im weitläufigen Schulgebäude wurden damit vermieden und die Eltern und Kinder wurden durch Lehrkräfte zu allen wichtigen Stationen geführt. Immer wieder ging es vorbei am Kuchen- und Kaffeebuffet der SMV im Foyer der Dreifachturnhalle und den herrlich duftenden Pizzabrötchen sowie Getränken der Haushalt und Ernährung-Gruppe, die für eine Stärkung der Gäste zwischendurch bestens gerüstet waren.

Ein Highlight waren selbstverständlich die Experimente in den naturwissenschaftlichen Fächern. In Biologie konnte man mikroskopieren und Einzellern ganz nah kommen, die Fachschaft Physik warteten mit allerhand physikalischen Experimenten auf. Auch im Chemiesaal war Staunen angesagt, als Schüler unter anderem die Funktionsweise einer Brennstoffzelle erläutert bekamen. In den IT-Räumen konnten erste Erfahrungen mit dem Programm Solid Edge sowie ein Internetquiz gemacht werden. Ein Zimmer weiter warteten die Schüler des Wahlfaches Robotik und ließen die Viertklässler selbst leichte Übungen programmieren und ausprobieren.

Mit Feuereifer nahmen die angehenden Realschüler an der Deutsch- und Geschichte-Werkstatt teil, wo sie bei Letzterer zum Beispiel Hieroglyphen aus dem alten Ägypten entziffern sowie römische Spiele ausprobieren konnten. Über einen Rätselparcour in einem der Mathematikräume ging es schließlich weiter in den Neubau der Schule zum Religionsquiz. An den interaktiven Whiteboards konnte man zudem seine Englisch-Kenntnisse bei einem Vokabelspiel überprüfen und sich in Französisch nicht nur bei einem Memory über die Fremdsprache informieren.

Der Fantasie freien Lauf lassen konnte man auch in der stets gut gefüllten Kunstwerkstatt. Von dort warf man zwangsläufig einen Blick in den Musiksaal, probten dort doch eindrucksvoll die stimmgewaltige Schulband, der Schulchor sowie die Chorklassen 5 a und 6 a für kommende Auftritte bei Schulveranstaltungen. Abschließend ging es für die „kleinen“ Gäste in die Turnhalle. Dort konnten sie je nach Lust einen Erlebnisparcour bestreiten oder sich beim Hockey und Tischtennis austoben, ehe es mit vielen Eindrücken ihrer womöglich zukünftigen Schule wieder zurück in die Aula ging.

Dort fand direkt im Anschluss eine Informationsveranstaltung zum Übertritt statt. Nach kurzen Informationen der Grundschullotsin und der Schulpsychologin wurden sowohl die Forscherklasse als auch die Chorklasse vorgestellt. Zudem gab es von den beiden Beratungslehrerinnen Sophie Amann und Michaela Schellinger alles Wissenswerte zum Übertritt, zur Durchlässigkeit des bayerischen Schulsystems und zum Schulleben an der Realschule Dingolfing im Speziellen. Mit vielen Eindrücken und Fakten ging es dann schließlich für alle nach Hause in den wohlverdienten Feierabend.

19.02.2016

„Unsere Heimat – Stadt Dingolfing und Landkreis Dingolfing-Landau als Thema der Projektpräsentation in der 9. Jahrgangsstufe

„Unsere Heimat – Stadt Dingolfing und Landkreis Dingolfing-Landau“ war das Thema für das diesjährige fächerübergreifende, mehrwöchige Projekt in der 9. Jahrgangsstufe. Gerade in Zeiten, in denen Millionen Menschen auf der Flucht aus ihrer Heimat in eine ungewisse Zukunft sind, war es für die Schülerinnen und Schüler der sieben 9. Klassen spannend, sich ihre Heimat aus verschiedensten Blickwinkeln einmal etwas genauer anzusehen. Dazu präsentierten die insgesamt 51 Gruppen Mitte Februar ihre Ergebnisse.

Hintergrund ist eine Bestimmung im Realschullehrplan: Die Projektpräsentation wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus im Schuljahr 2011/12 für die 9. Jahrgangsstufe verpflichtend eingeführt und versteht sich als Beitrag zur ganzheitlichen Entwicklung der Jugendlichen. Die Jugendlichen sollen von der Planung bis hin zur Präsentation komplexe und problemorientierte Aufgabenstellungen bewältigen und dabei verschiedene Kompetenzen entwickeln und stärken, die insbesondere im späteren Berufsleben von großer Bedeutung sind. Am Ende des Projekts erhalten alle schließlich ein Zertifikat mit den erreichten Ergebnissen. Das Thema „Unsere Heimat“ lieferte dazu in allen Fächern Ansatzpunkte und so stellten die einzelnen Gruppen seit Mitte November in insgesamt acht Unterrichtsstunden und bei diversen Treffen in der Freizeit verschiedenste Präsentationen auf die Beine. Ob die Vorstellung einzelner Betriebe und Vereine, das Angebot an Freizeitmöglichkeiten für Jung und Alt, die Ernährung im Seniorenheim und in Kindertagesstätten, die Bevölkerungsstruktur und Einwohnerentwicklung der Heimatgemeinde oder Umfragen zu Schulweg sowie Shoppinggewohnheiten – für jeden Geschmack war etwas dabei. Auch ökologische Themen wie Massentierhaltung, Zukunft der Naturschutzgebiete in der Region und Sauberkeit unseres Trinkwassers oder historische Aspekte wie die Entwicklung und Entstehung der verschiedenen Schulen im Landkreis wurden von den Jugendlichen gewählt.

Das größte Interesse der Schüler galt jedoch der seit Monaten aktuellen Flüchtlingsproblematik. Daher befassten sich zahlreiche Gruppen mit den Gründen, warum Menschen aus ihrer Heimat fliehen, den Herkunftsgebieten der Asylbewerber sowie dem Lebensalltag und den Integrationsmöglichkeiten insbesondere unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge. Die Schüler machten sich ans Werk und es wurde fleißig telefoniert und recherchiert. Zahlreiche Verantwortliche in den verschiedenen Betrieben und zuständigen Ämtern wurden interviewt, Fotos und Videos gedreht, Umfragen durchgeführt, verschiedene Berechnungen für Modelle und Diagramme angestellt und sogar zwei minderjährige Flüchtlinge an die Realschule eingeladen, um ihnen den Alltag eines Schülers in Deutschland zu veranschaulichen und die Unterschiede herauszuarbeiten. Die Bandbreite an Präsentationsformen war am Ende entsprechend groß.

Präsentiert wurden die Ergebnisse schließlich nicht nur vor der eigenen Klasse und den beteiligten Lehrkräften, die das Projekt bewerteten, sondern auch vor den Schülerinnen und Schülern der 8. Jahrgangsstufe, die eine derartige Präsentation zu anderen Themen im kommenden Schuljahr fertigen müssen.

18.02.2016

6. Klassen auf Erkundungstour in der Regensburger Synagoge

Warum essen Juden kein Schweinefleisch? Wie hört sich ein Gebet in hebräischer Sprache an? Und seit wann gibt es überhaupt Juden in Bayern? Mit diesen und anderen Fragen im Gepäck besuchten die vier 6. Klassen im Zuge des allgemeinen Bildungsauftrags „Interkulturelles und -religiöses Lernen“ in der vergangenen Woche die Synagoge in Regensburg, wo eine von nur 13 jüdischen Gemeinden in Bayern angesiedelt ist.

1968/69 wurde auf dem Boden der zerstörten großen Synagoge Am Brixenerhof unweit des Regensburger Doms ein Mehrzwecksaal errichtet, der Ort für zahlreiche kulturelle Veranstaltungen ist, aber auch dem Gebet dient. Im benachbarten Gebäude richtete sich die Gemeinde eine kleine Synagoge ein. Die durch den Alterungsprozess stark geschrumpfte Gemeinde wurde durch die große Zuwanderung aus den ehemaligen GUS-Staaten erstarkt und konnte so auf eine Mitgliederzahl von mehr als 1000 Personen anwachsen. In wenigen Wochen beginnen nun die Abriss- und Umbauarbeiten für den Bau einer neuen Synagoge, die bis 2019 fertiggestellt sein soll.

Rabbiner Josef Chaim Bloch, gebürtiger Schweizer und nach einiger Zeit in Israel mittlerweile seit sieben Jahren in Regensburg, begrüßte persönlich die Realschüler im Versammlungsraum, in dem er über die jüdische Geschichte der Gemeinde und seinen eigenen Werdegang informierte. Geduldig und ausführlich beantwortete er die vielen Fragen der Kinder, die vom Ablauf und der Bedeutung jüdischer Feste bis hin zur Beschneidung männlicher Juden und den jüdischen Speisegesetzen reichten.

Nachdem alle Fragen beantwortet worden waren, ging es ins Nachbargebäude, um die provisorische Synagoge zu erkunden. Dort erklärte der Rabbiner die verschiedenen Gebets- und Einrichtungsgegenstände, bevor er die Schülerinnen und Schüler abschließend dazu aufforderte, sich angesichts der vielen Probleme, Gewalt und Kriege auf der Welt stets für den Frieden einzusetzen. Nach rund zwei Stunden machte sich die Dingolfinger Gruppe – nach einem kurzen Abstecher zum Regensburger Dom – wieder auf den Heimweg und alle waren sichtlich beeindruckt von den Gemeinsamkeiten, aber doch auch der Vielzahl von Unterschieden zwischen Christentum und Judentum.

17.02.2016

Verkehrswacht informiert 10. Klassen über das Thema „Alkohol im Straßenverkehr“

Auf  Einladung der Realschule Dingolfing informierte Udo Hoffmann von der Kreisverkehrswacht Dingolfing die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe über das Thema Verkehrssicherheit für junge Fahranfänger. Auch über das absolute Alkoholverbot für Fahranfänger wurde ausführlich gesprochen. Tipps aus der langjährigen Erfahrung des ehemaligen Polizeibeamten rundeten die Infoveranstaltungen ab.

Am Beginn seines Vortrags ging Hoffmann ganz speziell auf die Situation der Unfallbeteiligung von jungen Fahranfängern ein. Nach wie vor ist seiner nach Meinung die Beteiligung junger Fahranfänger bei Alkohol- und Geschwindigkeitsunfällen immer noch zu hoch. Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern habe die Bundesregierung beschlossen, den Fahranfängern während ihrer zweijährigen Probezeit ein absolutes Alkoholverbot zu verordnen. Sachlich diskutierten die Realschüler mit Hoffmann diese Thematik und ließen sich bei eventuellen Verstößen über die Folgen umfassend informieren. 

Hoffmann wiederholte auch das gesetzliche Gebot, nur ohne jegliche Einwirkung von Drogen am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen. Alkohol baue sich im Blut des Körpers nach einigen Stunden ab, aber Drogen seien auch noch nach mehreren Tagen im Blut nachweisbar sein.

Sehr neugierig waren die Schüler auf Einzelheiten zum Thema „begleitetes Fahren“ ab 17 Jahren. Hier wurden zahlreiche Fragen von Hoffmann beantwortet, beginnend über die Anzahl und die Kriterien bei der Auswahl von Begleitpersonen bis hin zu den Folgen, wenn man zum Beispiel ohne Begleitperson fahren würde.

Abschließend ging Hoffmann auf zurückliegende schwere Verkehrsunfälle ein und beantwortete weitere Fragen aus dem Verkehrsrecht. Auch Bankettunfälle und das damit verbundene „Übersteuern“ wurden ausführlich angesprochen.   

16.02.2016

Tag der offenen Tür und Infoveranstaltung zum Übertritt an der Herzog-Tassilo-Realschule in Dingolfing

An der Herzog-Tassilo-Realschule in Dingolfing (Dr. Josef-Hastreiter-Straße 20) findet am Mittwoch, dem 24. Februar 2016, zwischen 16:30 und 19 Uhr ein Tag der offenen Tür statt. Alle am Schulleben Interessierten und insbesondere Eltern und Erziehungsberechtigte, deren Kinder im kommenden Schuljahr die Staatliche Realschule Dingolfing besuchen möchten, erhalten an diesem Tag zusammen mit ihrem Nachwuchs einen besonderen Einblick „vor und hinter die Kulissen“. Direkt im Anschluss findet eine Informationsveranstaltung zum Übertritt an die Realschule statt.

Schulleiterin Elfriede Brunner, die schuleigene, staatlich geprüfte Schulpsychologin sowie Mitglieder des Elternbeirats stehen in der Aula für Fragen zum Schulalltag und speziell zum Thema Mittags- und Nachmittagsbetreuung sowie Lehr- und Lernmethoden zur Verfügung. Daneben werden von den Lehrkräften Führungen durch das Schulhaus angeboten, bei denen über das an der Schule praktizierte Fachraumprinzip informiert wird und von den interaktiven Whiteboards im Neubau bis hin zur Schulküche und der angeschlossenen Dreifachturnhalle alles in Augenschein genommen werden kann. Insgesamt erwartet die Gäste ein buntes Programm.

Außerunterrichtliche Projekte und Gruppen wie die Schülermitverantwortung (SMV), die Streitschlichter, das Schulradio und die Schülerzeitung werden an der Realschule Dingolfing groß geschrieben. Die freiwillige Schulkleidung, mit der sich Schüler wie Lehrer als „Fan“ ihrer Schule outen können, kann ebenso begutachtet werden wie diverse Plakate und Briefe über die beiden Patenkinder aus Togo bzw. Kolumbien. In den Musikräumen finden offene Proben statt und in der Turnhalle können die zukünftigen Realschüler ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. In den naturwissenschaftlichen Fachräumen von Physik, Chemie und Biologie kann man munter experimentieren und mikroskopieren. Das Wahlfach Robotik lädt zudem zum Tüfteln und Staunen ein.

Nach dem Tag der offenen Tür findet in der Aula eine Informationsveranstaltung zum Übertritt statt – inklusive der Vorstellung der Verantwortlichen für die (freiwillige) Nachmittagsbetreuung, der Schulpsychologin und der Grundschullotsin, die den Übertritt von der Grundschule an die Realschule erleichtern soll. Darüberhinaus werden sowohl die Chorklasse als auch die Forscherklasse genauer vorgestellt. Schüler, die Spaß am Singen und Musizieren oder ein Faible für Naturwissenschaften haben, können sich bereits bei der Einschreibung dafür anmelden und haben schließlich in den Jahrgangsstufen fünf und sechs genügend Gelegenheit bei unterschiedlichen Schulveranstaltungen erste Bühnenerfahrung zu sammeln bzw. ihr Potenzial als zukünftige Nobelpreisträger unter Beweis zu stellen. Insbesondere werden Schulleiterin Elfriede Brunner sowie die beiden Beratungslehrerinnen alle wichtigen Fakten zum Übertritt erläutern, so dass am Ende des Tages keine Fragen zu diesem Thema offen bleiben sollten.

 

04.02.2016

Exkursion zur Biogasanlage für die Klassen 8 aK und 8 bI

Im Rahmen des Chemieunterrichts besuchten die Klassen 8 aK und 8 bI der Herzog-Tassilo-Realschule Dingolfing Anfang Februar die Biogasanlage der Familie Scheugenpflug (Eglhof) in Moosthenning. Der Besitzer führte die 41 Schüler und ihre Lehrkräfte durch das Anwesen und erklärte voller Begeisterung und sehr anschaulich die einzelnen Schritte von der Befüllung der Anlage bis zur letztendlichen Stromgewinnung über Generatoren. Die Biogasanlage ist so konzipiert, dass die Leistung je nach Bedarf hoch- bzw. runtergefahren werden kann. Dies ist bei Stoßzeiten – besonders im Winter – sehr wichtig. Begeistert folgten die Schüler den Erklärungen und durften sich auch noch den Fuhrpark (u. a. ein LKW sowie ein Traktor mit über 420 PS) genau anschauen.

Anschließend wurden noch offene Fragen der Schüler beantwortet. Am Ende der Exkursion freuten sich alle über die nette Bewirtung der Hausherrin mit Wurstsemmeln und Getränken, bevor es mit dem Bus wieder zurück an die Schule nach Dingolfing ging. Schüler und Lehrkräfte waren sich nach einem ereignisreichen Vormittag einig, dass die Exkursion zur Biogasanlage eine interessante und bereichernde Erfahrung zum Chemieunterricht in der Schule war.

30.01.2016

Große Spendenaktion der Herzog-Tassilo-Realschule
 
Ende Januar war es endlich so weit: Die Schülermitverantwor­tung – vertreten durch Kristin Krauss (10 f), Martin Bugarin (10 e) und Michael Matzka (5 a) – überreichte mit Schulleiterin Elfriede Brunner und den beiden Verbindungslehrern ei­nen Teilbetrag des Erlöses vom letzten Weihnachtsbasar, bei dem über 3.700 Euro gesammelt wurden, an die Lebenshilfe Landau. Davon gehen nach wie vor jeden Monat 56 Euro an die beiden Patenkinder in Togo und Kolum­bien. Außerdem spendete die Schülerschaft 619 Euro an ein Karmelitenkloster in Straubing. Pa­ter Rainer ist Mitbegründer des eingetragenen Vereins „Musa´ade – Hilfe und Hoffnung für Bethlehem“.
Christen in Israel schnitzen das ganze Jahr über Krippenmotive und sichern durch den Erlös ihren Lebensunterhalt. Doch seit Jahren beträgt in der Geburts­stadt Jesu die Arbeitslosigkeit mehr als 50 %. Der Großteil der Einwohner lebt vom Besuch der Pilger­grup­pen und vom Touris­mus. Aber die meisten Urlauber bleiben aufgrund der an­gespannten politischen Situa­tion nur zwei bis drei Stunden. Deshalb bleibt wenig Zeit für einen Einkauf und viele Ge­schäf­­te sind mangels Nachfrage geschlossen. Durch den Einsatz von Sandra Gonschorek, Klasse 6 b, dür­fen sich nun 55 Schnitzerfamilien in Bethlehem über eine Ein­kom­mensaufbes­serung freuen, da die christlichen Geschenke und Dekorationen aus Oliven­holz beim Weih­nachtsbasar regen Anklang fanden.
 
Davon abgesehen brachte Michael Matzka (5 a) beim Klassensprecherseminar im Jugend­gäs­te­haus Haunersdorf einen weiteren konstruktiven Vorschlag, wie man den Erlös des Weih­nachtsbasars sinnvoll verwenden könnte. Schließlich weiß er aus erster Hand, wie schwierig sich der Alltag für behinderte Kinder und deren Angehörige gestaltet. Seine neunjährige Schwe­s­ter Melissa leidet unter einer Chromosomenanomalie. Im November stellte er seine Idee der Klassensprecherversammlung vor. Sämtliche Vertreter der Schülermitverantwortung stimmten für das Vorhaben, den Teilbetrag von 2000 Euro der Lebenshilfe-Schule Landau zugute kommen zu lassen. Diese nimmt sich als Förderzentrum allen Kindern und Jugendlichen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung im Landkreis Dingolfing-Landau an. Dabei werden Melissa Matzka und ihre Mitschüler/innen in Kleingruppen durch vielfältige, dif­feren­zierte Übungsangebote optimal gefördert. Letzteres erfolgt darüber hinaus auch inklusiv im Rahmen von Par­tnerklassen an den Regelschulen. Durch die integrierte schul­vor­be­reitende Einrich­tung der Lebenshilfe Dingolfing-Landau e. V. und deren Ko­ope­ration mit der Grund­schule Pilsting werden Melissa Matzka und weitere Kinder und Jugendliche auf diese Weise ganz individuell unterstützt. Dabei stehen die enge Zusammenarbeit mit den Erziehungsbe­rech­­tig­­ten und eine pro­fessio­nel­le Bera­tung mit diversen Therapieangeboten im Mittelpunkt. Um die Familien zu entlasten, gibt es zudem eine heilpädagogische Tagesstätte mit einer fach­gerechten Betreuung und die Organisa­tion eines Busdienstes, der die Grund-, Mittel- und Berufsschüler transportiert. Da spezielle Soft­ware bzw. sonderpädagogische Lernprogramme und diverse Spiele für die gezielte Förderung der geistigen sowie motorischen Entwicklung ausgesprochen teuer sind, waren Vorstand Udo Egle­der und Schul­leiter Jürgen Horn über die Spende sehr erfreut. Von der stattlichen Summe beeindruckt, zeigten sie sich erstaunt, dass die Realschüler/innen in­nerhalb von zwei bis drei Stunden einen solch hohen Betrag erwirt­schaf­ten konnten. Darauf­hin erklärte Schulleiterin Elfriede Brunner, dass der traditionelle Weihnachtsbasar nicht die einzige soziale Aktion der Herzog-Tassilo-Realschule sei. Beim alljährlichen Schulfest wird unter anderem durch den Spendenlauf noch einmal viel Geld für gemeinnützige Zwecke ge­sam­melt. Auf diese Weise trägt die Schülermitverantwortung stets tatkräftig zum Wohle Be­dürftiger bei.

30.01.2016

„pack ma`s“ – für eine Schule ohne Gewalt

Münchner Kommissare stellen Lehrern das gleichnamige Präventionsprogramm vor

„Stopp!“, brüllen zweiundzwanzig Lehrerinnen und Lehrer der Realschulen Dingolfing und Landau Mitte Januar in vehementer Abwehrhaltung durch den Musiksaal der Realschule Dingolfing. Selbstbewusst und energisch demonstrieren sie durch ihre Mimik und mit ihrer ganzen Körperhaltung, dass ihre Grenze erreicht ist. Sie wehren sich und setzen ein lautstarkes Zeichen; denn sie nehmen an dem zweitägigen Gewaltpräventionskurs „pack ma`s“ teil und lernen gerade, wie sie einem Angreifer, der ihre persönliche Grenze überschreitet, gegenübertreten sollen.

Das Thema Zivilcourage ist in der heutigen Zeit in aller Munde. Es heißt, niemand kümmere sich um die Notlage von anderen, es herrsche eine ausgeprägte Wegschaumentalität in unserer Gesellschaft. Dieser Erziehungsaufgabe möchten sich die beiden staatlichen Realschulen im Landkreis Dingolfing-Landau stellen und deshalb lud die Herzog-Tassilo-Realschule Dingolfing zwei Polizeibeamte des Münchner Polizeipräsidiums ein. „Prävention ist der beste Schutz, um Konflikte, Gewalt oder Mobbing zu vermeiden. Hierzu kann mit einfachen Methoden und Übungen viel erreicht werden“, so die beiden Polizisten Ralph Kappelmeier und Nico Witte, die mit dem Institut für Pädagogische Psychologie der LMU München dieses Präventionsprogramm „pack ma´s“ entwickelt haben.

In Rollenspielen werden dabei folgende Themenbereiche behandelt: Förderung von Zivilcourage, Stärkung von Gemeinschaft und Vertrauen, Umgang mit Konflikten und Gewalt, Förderung der Empathiefähigkeit sowie Aufzeigen von Handlungsalternativen in Gewaltsituationen. Die Lehrkräfte nahmen an dieser Mutiplikatorenschulung teil, um Gewalthandlungen oder sonstiges unsoziales Verhalten von Kindern und Jugendlichen zu unterbinden sowie zivilcouragiertes Verhalten zu fördern. Dazu schlüpften sie im Verlauf der Fortbildung in zwei Rollen: Einmal erlebten die Realschullehrer die Spiele und Kursprogramme als Teilnehmer aus Schülersicht, dann reflektierten sie als zukünftige Kursleiter die Aktionen in Gruppen.

Gemeinschaftsspiel-Floßfahrt

 

Vertrauensspiel-Zugbrücke

Eröffnet wurde die Fortbildungsveranstaltung von der Schulleiterin der Herzog-Tassilo-Realschule Dingolfing und der Bezirksvorsitzenden des BLLV Judith Wenzl. Die Kosten des Seminars übernahmen die Dominik-Brunner-Stiftung sowie der BLLV. Ziel der Realschulen Dingolfing und Landau ist es, die gelernten Angebote des Gewaltpräventionsprogramms mit den Schülern für eine Schule ohne Gewalt umzusetzen, eine wichtige Erziehungsaufgabe des Schuljahres.

 

18.01.2015

Realschule Dingolfing ist Niederbayerischer Meister im Volleyball

Die Mädchenmannschaft der Realschule Dingolfing belegte bei den Bezirksmeisterschaften im Volleyball in der Altersklasse II den ersten Platz. Bei dem Wettkampf Mitte Januar in Pocking konnten die Teams des Gymnasiums Pocking und des Gymnasiums Viechtach jeweils klar in zwei Sätzen besiegt werden. Dabei zeigten die Dingolfinger Mädchen eine nahezu perfekte technische und taktische Leistung.

Im Spiel gegen die ebenfalls zwei Mal siegreiche Mannschaft der Realschule Vilsbiburg kam es zum erwarteten Kampf um den Titel. Hierbei unterliefen den Dingolfinger Mädchen zu Beginn der Partie einige leichte Fehler, so dass Vilsbiburg schnell einen Sechs-Punkte-Vorsprung erzielte. Durch eine gute kämpferische Leistung konnte der Anschluss wieder hergestellt werden. Nach einer Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns ging der erste Satz trotzdem mit 26:24 verloren. Der zweite Satz gestaltete sich lange Zeit umkämpft, konnte jedoch von Dingolfing gewonnen werden. Im anschließenden Tiebreak wechselten sich auf beiden Seiten hervorragende Spielzüge mit leichten Fehlern ab. Beim Stand von 14:9 sah die Dingolfinger Mannschaft wie der sichere Sieger aus. Punkt um Punkt konnte Vilsbiburg aber bis zum 14:13 aufholen. Deshalb war die Freude auf Seiten der Dingolfingerinnen mit dem Punkt zum 15:13 umso größer.

Als Niederbayerischer Meister fahren die Mädchen der Realschule Dingolfing zur Südbayerischen Meisterschaft nach München. Dort treten sie gegen die stark einzuschätzenden Sieger aus Schwaben, Oberbayern und dem Raum München an.

07.01.2016

Workshops zum Thema „Leichter Lernen“ für die 5. Klassen

Hausaufgaben machen, für Stegreifaufgaben in allen Fächern lernen, Vokabeln wiederholen, auf Schulaufgaben vorbereiten, mit Freunden treffen, Freizeit haben, Fußball, Tennis, Badminton usw. Das sind die Bestandteile eines ganz normalen Schultages für ein Kind. Besonders nach dem Übertritt in eine weiterführende Schule haben Schülerinnen und Schüler oftmals Schwierigkeiten all diese Punkte zeitlich zu koordinieren.

Um ihnen hierbei eine Unterstützung zu geben, wurde an der Herzog-Tassilo-Realschule Dingolfing in allen vier 5. Klassen eine Doppelstunde zur täglichen Hausaufgabenorganisation von Schulpsychologin Antonia Kirchhelle abgehalten. Dabei erfuhren die Kinder, wann sie ihre Hausaufgaben machen, für den nächsten Schultag lernen und trotzdem genügend Zeit für sich und ihre Freunde haben können. Die Schülerinnen und Schüler setzten diese Ratschläge postwendend um und konnten großteils bereits nach einer Woche von Erfolgen berichten.

Nach den ersten „Schnupperstunden“ im Bereich Lernen lernen konnten sich die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe für die Zeit bis zu den Osterferien schließlich zu verschiedenen 90-minütigen Workshops bei der Schulpsychologin anmelden, in denen sie unter anderem zu den Themen Schulaufgabenvorbereitung, Lernstrategien, Konzentration, Motivation oder Prüfungsangst Tipps und Ratschläge für eine erfolgreiche Schullaufbahn an der Realschule Dingolfing erhalten werden.

 

22.12.2015

Erlös des diesjährigen Weihnachtsbasars geht an die Lebenshilfe Kreisvereinigung Dingolfing-Landau e. V. sowie an die beiden Patenkinder

Der Weihnachtsbasar am vorletzten Schultag vor den Weihnachtsferien hat an der Herzog-Tassilo-Realschule Dingolfing schon seit Jahren Tradition. Und so ging es auch dieses Mal wieder turbulent in der Aula, im Foyer und in einigen Klassenzimmern zu. Rund die Hälfte aller Klassen (die anderen gestalten zusammen mit dem Elternbeirat das alljährliche Sommerfest im Juli) hatten sich seit Wochen Gedanken gemacht, was sie an diesem Vormittag nicht nur ihren Mitschülern und Lehrkräften, sondern auch den herzlich willkommenen und zahlreich erschienenen Eltern und Ehemaligen anbieten wollen.

Daher war die Palette auch entsprechend groß: Ob Herzhaftes wie Sandwiches, Leberkässemmeln und Pizzabrötchen oder Süßes wie Schokofrüchte, Plätzchen, Crêpes, Waffeln, allerlei Kuchen und gebrannte Mandeln – für jeden Geschmack war etwas dabei. Natürlich durften auch diverse Getränkestände mit Kinderpunsch, Kaffee, Tee und Kaltgetränken nicht fehlen. Aber auch verschiedene Aktivitäten wie Badminton, Basketball und Tischtennis in der Turnhalle waren heiß begehrt und weckten den Ehrgeiz der Teilnehmer. Zum ersten Mal gab es eine Umfrage zum beliebtesten Weihnachtssong der Schüler und Besucher. Die „Top Sechs“ werden schließlich am nächsten Tag in der Schule verkündet. Daneben wurden umweltfreundliche Schulutensilien sowie in Bethlehem handgefertigte Artikel aus Olivenholz zum Verkauf angeboten. Der Erlös letzterer geht direkt an die Handwerker vor Ort.

Insbesondere die Bastelarbeiten fanden wieder reißenden Absatz nicht nur bei all jenen, die noch auf der Suche nach einem kleinen Weihnachtsgeschenk waren. Im Kunst- und Werkunterricht, aber auch in der Freizeit daheim wurde in den vergangenen Wochen eifrig gebastelt, geklebt, verziert und gesägt, um wunderschöne Weihnachtsdekoration für Drinnen und Draußen zu fertigen. Auf diese Weise entstanden Weihnachtskarten, Geschenktüten, Vogelhäuschen, Holzlaternen, Papierengel, Teelichter, Girlanden, Ringe, Christbaumschmuck sowie Geschenkanhänger. Wer zwischendurch eine Pause brauchte, konnte im musikalischen Café den Weihnachtsliedern der beiden Chorklassen, der Schulband und dem Lehrerensemble sowie einigen Solisten am Flügel und an der Gitarre lauschen und währenddessen genüsslich die zuvor gekauften Speisen und Getränke verzehren.

Am Ende waren alle Beteiligten nicht nur glücklich über den erneut gelungenen Weihnachtsbasar, der für die ganze Schulgemeinschaft stets ein Highlight im Schuljahr darstellt, sondern freuten sich vor allem über den Erlös von über 3.000 Euro. Mit dem Geld wird in diesem Jahr die Lebenshilfe Kreisvereinigung Dingolfing-Landau e. V. unterstützt, der zweite Teil geht in monatlichen Beträgen an die beiden Patenkinder der Realschule Dingolfing in Togo und Kolumbien.


16.12.2015

Schüler überzeugen beim Weihnachtkonzert mit ihrem vielseitigen musikalischen Talent
 
Deutsch oder Englisch, besinnlich oder rockig – das diesjährige Weihnachtskonzert hatte wieder einmal für jeden Geschmack etwas zu bieten. Nach der Begrüßung durch Schulleiterin Elfriede Brunner, die sich wie alle Mitwirkenden über einen Besucherrekord freuen konnte, wurde das Publikum in der voll besetzten Aula zunächst von der Chorklasse 5 a auf das bevorstehende Weihnachtsfest eingestimmt.
Unter der Leitung ihrer Musiklehrerin Sophie Amann gaben die Schülerinnen und Schüler mit „Höret die Weihnachtsgeschichte“ ein kleines chormusikalisches Singspiel von Lorenz Maierhofer zum Besten und ernteten dafür viel Applaus. Nach dem Stück „The Christmas sock rock“ (John Jacobsen, Marc Huff) überließen sie die Bühne Niklas Segler aus der Klasse 6 a. Dessen Darbietung am Klavier („Präludium“ von Richard Krentzlin) war ebenso professionell wie seine anschließende Verbeugung vor dem begeisterten Publikum.
Auf ihn folgte Sängerin Monika Nguyen (Klasse 8 b), die mit „Hurt“ von Christina Aguilera einen echten Welthit meisterte. Routiniert und überaus gefühlvoll versetzten Diana Günter (Klasse 8 e) am Klavier („River flows in you“  von Yiruma) sowie Jana Lindert (Klasse 9 d) an der Gitarre und mit ihrem Gesang („Room with a view“ von Tina Dico) die Zuhörer in besinnliche Weihnachtsstimmung.
Schwungvoller wurde es dann wieder beim nächsten „Showact“. Die Chorklasse 6 a unter der Leitung von Musiklehrer Josef Haslinger wartete gleich mit vier Hits auf und zeigte dabei ihr Können. Auf Englisch präsentierten die Kinder „Winter wonderland“ (Felix Bernard, Richard B. Smith), „Last Christmas“ (Wham) und „Hallelujah“ (Leonard Cohen). Mit dem Hit „We wish you a merry Christmas“ beschlossen sie schließlich den ersten Teil des Konzerts.
In der Pause wurden die Gäste von der Schülermitverantwortung mit allerhand Kuchen, Brezen, Kaffee und weiteren Getränken verköstigt. Den ganzen Abend über sorgte das Schüler-Technikteam zusammen mit Lehrer Robert Lorenz für den richtigen Sound und das entsprechende Licht.
Den zweiten Teil der Veranstaltung eröffnete Niklas Segler mit einem weiteren Klavierstück. Im Anschluss kam der Auftritt des Schulchors, der unter anderem von Schulleiterin Elfriede Brunner am Klavier begleitet wurde. Wie immer stellten die Jugendlichen bei ihrer Darbietung von „Gott ist da“ (Eric Bond, Jutta Hager), „On the day before Christmas“ (Papermoon), „It´s the most wonderful time oft the year “ (Eddie Pola) sowie „Merry Christmas everyone“ (Shakin Stevens) ihr musikalisches Talent unter Beweis.
Anschließend folgte schließlich der Premierenauftritt des Lehrerensembles bestehend aus den fünf Musiklehrkräften der Realschule Dingolfing. Mit begeistertem Applaus wurden sie für ihre professionelle Darbietung von „God rest you merry, Gentlemen“ (engl. trad.) und „You are the voice“ (David Haas) bedacht.
Den traditionellen Abschluss des Weihnachtskonzerts bildete schließlich die neu formierte Schulband. Mit den Klassikern „Jingle Bell Rock“ (Bobby Helms), „Merry X´mas everybody“ (Slade) und „Please come home for Christmas“ (Charles Brown) sorgte sie für Weihnachtsstimmung pur unter den Gästen. Und spätestens bei dem Song „Do they know it´s Christmas“ (Shakin Stevens) rückte die stressige Vorweihnachtszeit für einen Moment in den Hintergrund. Kein Wunder also, dass das Publikum eine Zugabe forderte und diese auch bekam, ehe alle nach einem beschwingten und zugleich besinnlichen Adventsabend in die regnerische Dezembernacht entlassen wurden.
 

11.12.2015

Rosalie Unterholzner aus der Klasse 6 a wurde zur besten Vorleserin gekürt

Das gute alte Buch lebt, fasziniert, fesselt. Das ist die wichtigste Erkenntnis, die sich aus dem Vorlesewettbewerb der Herzog-Tassilo-Realschule im Dezember in der Kreis- und Stadtbibliothek Dingolfing ableiten lässt. Zwar herrschte angesichts der Tatsache, dass sich von den Teilnehmern nur einer für den nächsten Wettbewerb qualifizieren konnte, eine gewisse Anspannung, vor allem aber sprach gerade aus den Kostproben der selbstgewählten Werke eine unglaubliche Begeisterung für das Lesen.

Rosalie Unterholzner, die die Klasse 6 a vertrat, las aus dem Buch „Warrior Cats – Vor dem Sturm“ von Erin Hunter vor. Stefanie Schmid, die sich bereits im Vorfeld beim Klassenentscheid der Klasse 6 b durchgesetzt hatte, gab eine Kostprobe aus „Bibi und Tina“ von Theo Schwarz. Marco Skiba, Klasse 6 c, stellte „Alle meine Monster“ von Thomas Brezina vor und Elias Jung, der Klassensieger der Klasse 6 d, machte eine spannende Stelle aus Cornelia Funkes bekanntem Roman „Tintenherz“ lebendig.

In der zweiten Runde des Wettbewerbs wurden die vier Leseratten vor eine neue Herausforderung gestellt, sie mussten eine Stelle aus einem vorher nicht bekannten Buch vorlesen. Dieses Mal wurde „Artemis Fowl“ von Eoin Colfer ausgewählt. In diesem spannenden und fantastischen Kinder- und Jugendroman wird die Lebensgeschichte des hochintelligenten Jungen Artemis Fowl erzählt.

Das Niveau sei in diesem Jahr außergewöhnlich hoch gewesen, lobte Thomas Jablonski, der Leiter der Kreis- und Stadtbibliothek Dingolfing. Darum stand der Jury, die sich aus den Deutschlehrkräften Marina Altmann, Margit Lindl, Andrea Niedermeier und Judith Safwat sowie der Schulleiterin Elfriede Brunner, der Elternbeiratsvorsitzenden Margit Henke und der Vorjahressiegerin Carina Holzner zusammensetzte, eine besonders schwierige Aufgabe bevor. Nach langer Diskussion stand aber dann fest, wer die Realschule beim Kreisentscheid des Lesewettbewerbs des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vertreten darf: Rosalie Unterholzner habe Ruhe ausgestrahlt und ihre Textstellen am besten vorgelesen, so auch die Vorjahressiegerin Carina Holzner.

Alle Teilnehmer durften am Ende noch ihre Urkunden in Empfang nehmen, außerdem stellte der Elternbeirat Büchergutscheine zur Verfügung. Der Lesenachschub ist also für die nächste Zeit gesichert.

07.12.2015

Wertpapierberater besuchte 9. Klassen der Herzog-Tassilo-Realschule

Im Rahmen des BWR- und WR-Unterrichts besuchte Sparkassenfachwirt und Wertpapierberater Ulrich Kammermeier im Dezember drei 9. Klassen der Herzog-Tassilo-Realschule. In einer Schulstunde erhielten die Schüler einen „Crash-Kurs“ über Geldpolitik, festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und Investmentfonds sowie zum Börsengeschehen.

Kammermeier erklärte eingangs den Ursprung (Insolvenz Lehmann Brothers) der derzeitigen Notenbankpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Kreditinstitute in Europa müssen aktuell Geld (Zinsen) bezahlen, wenn sie Kapital kurzfristig bei der EZB anlegen wollen. Der aktuelle Einlagezins, zu dem Banken ihr Geld bei der Notenbank anlegen können, wurde auf minus 0,3 Prozent herabgesetzt. Dies soll einerseits dazu führen, dass die Banken mehr Kredite an die Unternehmen vergeben, um die Wirtschaft anzukurbeln. Andererseits ist es auch der Grund, warum Sparer derzeit keine oder nur sehr geringe Zinsen für ihre Guthaben auf Tagesgeldkonten/Sparbüchern bzw. auf den Kauf von festverzinslichen Wertpapieren mit guter Bonität erhalten.

Interessanter und chancenreicher wäre eine Geldanlage in Aktien, was aber auch mit höheren Risiken verbunden ist. Auf die Frage, welche Schuhe, Handys oder Autos die Schüler hätten, erhielt der Wertpapierspezialist ausschließlich die Namen von Aktiengesellschaften als Antwort. Grund genug für ihn, auch Aktien dieser Firmen zu kaufen, um ein „Stück“ des entgegengebrachten Vertrauens wieder in Form der Dividendenauszahlung und eventuellen Kursgewinnen zurückbezahlt zu bekommen. Solange es der Volkswirtschaft in Deutschland und der Welt gut geht und man Zeit, Risikobereitschaft und Geduld mitbringt, kann sich eine Geldanlage in Aktien lohnen. Er verwies aber auch auf Grundregeln, an die sich Aktionäre halten sollen. Man sollte den Mut haben, auch mal Aktien in schwierigen Marktphasen zu kaufen und nicht in Boomphasen, da dies dann oft zu spät sein kann, schließlich wird an der Börse immer die Zukunft gehandelt und nicht die Vergangenheit. Ebenso sollte man konsequent und diszipliniert am Kapitalmarkt agieren, auch einmal Verluste in Kauf nehmen, wenn sich das Investment nicht wie gewünscht entwickelt und „Kasse machen“, wenn man das gesteckte Ziel erreicht hat. Die Schüler bekamen noch ein sog. „Effektives Stück“ ausgehändigt. Wobei es effektive Stücke in der heutigen Zeit nicht mehr gibt, sondern die Wertpapiere nur noch in Girosammelverwahrung verwahrt werden.

Zum Abschluss seines Vortrags ging der Sparkassen-Wertpapierberater noch auf Investmentfonds ein. Anlegergelder werden in einer Art Topf gesammelt und der Fondsmanager investiert diese am Kapitalmarkt. Der Anleger erhält im Gegenzug Anteil am Fondsvermögen. Der Investmentmanager investiert das Fondsvermögen entweder in Aktien, festverzinsliche Wertpapiere oder in gewerbliche Immobilien sowie am Geldmarkt. Zur Risikominimierung und -streuung kann auch in alle Anlageklasse, in einem Fonds, investiert werden. Für Anleger bietet diese Anlageform eine einfache und bequeme Handhabung, ohne erheblichen Kapitaleinsatz und die Verwaltung erfolgt durch ein professionelles Fondsmanagement.

Abschließend gab der Wertpapierberater noch letzte Anlagetipps: Nicht nach der STUSS- Regel (S = Sektorenverliebtheit, T = Treue zur Heimat, U = Urteilsverzerrung, S = Suche nach dem ultimativen Deal, S = Spekulation ohne finanzielle Freiräume), sondern nach der STAR-Regel (S = Strukturieren und Diversifizieren, T = Trauen Sie keinem Profi, A = Arbeiten nach Plan, R = Rendite erreicht man nur mit Disziplin) sollen Geldanleger handeln.


30.11. bis 04.12.2015

Fünftklässler der Realschule Dingolfing machen den bayerischen Wald unsicher

Wird der Schnee liegen bleiben? Können wir dann überhaupt Schlitten fahren?
Das waren die größten Sorgen der Schülerinnen und Schüler der Herzog-Tassilo-Realschule Dingolfing vor der Abfahrt ins Schullandheim Ende November. Doch der Wettergott hatte leider kein Einsehen und begrüßte die Klassen 5 a, b, c und d sowie ihre Begleitpersonen anfänglich mit nass-kaltem Regenwetter in Habischried am Geißkopf.

5a-5b

Dort angekommen, gab es beim Beziehen der Betten erste Probleme. So manche gespensterähnliche Lakengestalt huschte durch die Gänge des Schullandheims. Als endlich alle diese erste Hürde gemeistert und sich gemütlich eingerichtet hatten, ließen sie sich das köstliche Mittagessen schmecken. Gut gestärkt, machten sich die Klassen 5 a sowie 5 b auf den Weg ins Glasdorf nach Arnbruck und die 5 c sowie die 5 d erkundeten die Umgebung bei einer kleinen Wanderung. Nach einer kurzen Verschnaufpause konnten sich die Schüler der Klassen 5 c und 5 d zwischen einem Fußballturnier und einer Bastelaktion für den Weihnachtsbasar der Schule entscheiden, während die 5 a und 5 b ihr Gemeinschaftsgefühl mit einem Spielabend stärkten. So mussten erstaunlicherweise viele Jungen und Mädchen nach dem Abendessen gar nicht mehr zum Bettgehen überredet werden. Nach der ein oder anderen Pyjamaparty verlief die Nacht zur Überraschung der Betreuer sehr ruhig. Nach dem Frühstück hatte die Klasse 5 c die Möglichkeit Raketen zu bauen, die anschließend auf dem örtlichen Fußballplatz gezündet wurden, was das Highlight des Tages darstellte. Unterdessen konnten die 5 a und 5 d bei einem Teamtraining auf spielerische Art und Weise den Zusammenhalt in der Klassengemeinschaft fördern sowie ihre Kommunikationsfähigkeit trainieren. Die Klasse 5 b übte zu der Zeit den selbstbewussten und sozialkompetenten Umgang mit Konfliktsituationen in Rollenspielen und Teamübungen. Dadurch entwickelten die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Kompetenzen des Konfliktmanagements. Am nächsten Tag wurde bereits vor dem Frühstück fleißig gepackt und geputzt, um die Heimreise antreten zu können. Wehmütig und mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck machte sich die Gruppe auf den Weg zurück nach Dingolfing.

 

30.11.2015

Realschüler und Gymnasiasten engagieren sich gemeinsam für die Weihnachtspäckchenaktion „Geschenk mit Herz“

Ende November war es wieder einmal so weit: 203 Geschenk­kartons gingen auf Reisen. Schüler des Gymnasiums und der Realschule Dingolfing hatten eifrig zu Hause in Eigenregie, im Religions- und Ethikunterricht oder auch zusammen mit ihren Klas­senleitern Pakete geschnürt, um Kinderaugen an Weihnachten zum Leuchten zu bringen.

Unter der Federführung der Schülermitverantwortung (SMV) wurden bereits ab Oktober Schuhkartons mit Hygieneartikeln, Mal- und Bilderbüchern, Spielzeug, Handschuhen, Müt­zen, Schals, Kuschel­tieren, Schreibutensilien oder Puppen bestückt. Anschließend durfte das Geschenkpapier nicht fehlen, damit Kinder in aller Welt hautnah erfahren, dass jemand inten-siv an sie gedacht hat. Wie bereits im letzten Jahr beteiligte sich auch das Gymnasium an der Aktion „Geschenk mit Herz“, welche lediglich eine liebevolle Ergänzung der umfassenden, nachhaltigen Projektarbeit der internationalen Hilfsorganisation humedica e. V. darstellt. In-zwischen beteiligt sich die Herzog-Tassilo-Realschule zum zehnten Mal daran, sodass mittler-weile auch der Frauen- und Mütterverein St. Josef auf die Sammelstelle aufmerksam wurde und die örtliche Nähe nutzte. In diesem Jahr warten Kinder in der Ukraine, in Albanien, Ru­mänien, Serbien, der Republik Moldau und Bayern auf ein Geschenk zu Weihnachten. Durch Geldspenden kann man außerdem Päckchen finanzieren, die nach Sri Lanka, Brasilien, Pakis­tan, Simbab­we, Äthiopien, Haiti, Indien, Niger oder auf die Philippinen verschickt werden. Die Lo­­gistikkos­ten für die Verteilung in Osteuropa und hierzulande übernimmt die Benefiz­ak­ti­on Sternstun­den, über die der Bayerische Rundfunk als Medienpartner in seinen Radio­pro­­gram­men und im Fernsehen am 6. November berichtete.

Die SMV der Staatlichen Realschule bedankt sich bei allen, die durch ihren Einsatz dafür Sor­ge tragen, dass tausenden bedürftigen Kindern in mehr als fünfzehn Ländern etwas Glück zu Weih­nachten beschert wird. Der Leitgedanke der Herzog-Tassilo-Realschule „Mit Herz, Tat und Respekt gemeinsam zum Erfolg“ soll unter anderem auf diese Weise in der Praxis umge­setzt werden. Besonderer Dank gilt dabei vor allem aber auch Studienrätin Silke Schrö­der, die durch ihre Tä­tigkeit als evangelische Religionslehrerin am Gymnasium Dingolfing mit ihren Schülerinnen und Schülern maßgeb­lich zum Gelin­gen der Aktion beigetragen hat.

 

25.11.2015

„Kein Talent darf verloren gehen!“
Treffen von Vertretern der Mittelschule, Realschule und des Gymnasiums
 
Das Wohl der Schüler soll stets an oberster Stelle stehen – darüber waren sich die Vertreter der ortsansässigen weiterführenden Schulen in Dingolfing bei ihrem Treffen in der vergangenen Woche einig. Schulleiter Michael Schütz von der Mittelschule Dingolfing hatte geladen und seiner Einladung waren Konrektor Matthias Weber sowie Beratungslehrer Albert Kuttenhofer ebenso gefolgt wie Oberstudiendirektorin Angelika Wallner, Schulpsychologe Marcus Sudau und Beratungslehrerin Hannelore Nachreiner vom Gymnasium Dingolfing. Von Realschulseite anwesend waren neben Schulleiterin Elfriede Brunner auch Konrektorin Barbara Gagel, Schulpsychologin Antonia Kirchhelle und Beratungslehrerin Michaela Schellinger.
Bereits vor zwei Schuljahren wurde dieses jährliche Treffen ins Leben gerufen, um sich über Probleme, Fragen und Herausforderungen allgemein und speziell den Raum Dingolfing betreffend auszutauschen. Ein enger und direkter Austausch der verschiedenen Schulen sei unerlässlich, um die richtige Lösung für die Herausforderungen vor Ort zu finden sowie flexibler und passgenauer reagieren zu können, stimmten alle überein. Darüber hinaus wurde der Landkreis Dingolfing-Landau vor geraumer Zeit zur „Bildungsregion“ ernannt, so dass alle an Bildung beteiligten Schulen und Institutionen noch besser vernetzt sein sollen.
Der demografische Wandel, die Organisation von Übergängen zwischen den einzelnen Schularten oder die Integrations- und Betreuungsarbeit stellen dabei große Herausforderungen für den Landkreis dar. So ging es beim diesjährigen Runden Tisch der drei Schulen schließlich auch um einen unkomplizierten, aber in erster Linie wohl überlegten Schulwechsel zwischen Mittelschule, Realschule und Gymnasium, der aus verschiedenen Gründen für Schüler nötig werden kann und selbstverständlich „in beide Richtungen“ problemlos funktionieren soll. Wichtig ist den Vertretern der Dingolfinger Schulen, dass Eltern wie Schüler keine Ad-hoc-Entscheidung treffen.
Dauerthema ist aufgrund der national und international agierenden Unternehmen vor Ort auch der Wechsel von Schülern aus anderen Bundesländern oder vermehrt Ländern aus Süd- und Osteuropa. Allen Teilnehmern war es daran gelegen, dass Eltern und Kinder sich bereits im Vorfeld ausführlich beraten lassen, welche Schulart für das jeweilige Kind geeignet sei. Ein weiteres großes Thema, das allen auch künftig auf den Nägeln brennen wird, ist der Zustrom von Asylbewerbern, für die als oberste Priorität für eine gelingende Integration das Erlernen der deutschen Sprache gelten müsse.
Umso wichtiger sei daher eine enge Kommunikation unter den Schulen, waren sich alle Beteiligten einig. Jedem Schüler solle genügend Zeit zum Erlernen der deutschen Sprache eingeräumt werden, auf der anderen Seite sollen sprachbegabte Kinder so gut und so schnell wie möglich beim Sprung in eine höhere Schulart unterstützt werden. Denn als oberster Grundsatz müsse unabhängig von Herkunft, Kultur, Sprache sowie körperlicher und geistiger Voraussetzungen immer gelten: Kein Talent darf verloren gehen!

30.10.2015

Erfolgreiches Klassensprecherseminar in Haunersdorf

In der Woche vor den Herbstferien durften die Klassensprecher zusammen mit ihren Verbindungslehrkräften zwei Tage im Jugendgästehaus in Haunersdorf verbringen. Das Selbstversor­ge­rhaus bietet mit seinen gemütlichen Zimmern, einem gut ausgestatteten Seminarraum und der funktionalen Küche ideale Bedingungen, um die Funktionen der Schülervertreter und die geplanten Tätigkeiten der Schüler­mitverantwortung für das kommende Schuljahr zu multiplizieren. Bei kurzweiligen Rol­lenspielen und Gruppen­ar­beiten wurden vor allem den Klassensprechern der 5. Jahrgangsstufe ihre je­wei­ligen Auf­gaben im Rah­men des Schullebens näher erläutert. Ihnen wurde im Verlauf der zwei Tage klar, dass bei der Ausübung ihres Ehrenamtes oftmals viel Diplomatie, Fingerspitzengefühl, Empathie, Verantwortungsbe­wusst­sein und vor allem Kommunikationsfähigkeit gefragt sind. Aber auch Organisationstalent ist gefordert, wenn es beispielsweise um die Ausrichtung des Weihnachtsbasars, eines Schulfestes, eines Winter- oder Ab­schlussballes sowie einer Nikolaus- oder Valentins-Rosen-Aktion geht. Somit lernten die Realschüler nicht nur wichtige Schlüssel­qualifi­ka­tio­nen für das Berufsleben, son­dern darüber hinaus die Fähigkeit, Entschei­dungen zu begrün­den und demokratisch mitzugestalten. Dabei erfuhren die Heranwachsenden ferner, wie wichtig Körperhaltung, Gestik, Mimik und Tonfall sind, um andere für eigene Ideen gewinnen zu können. Da­von abge­se­hen lern­ten sich die Ju­gendlichen bei den gemeinsamen Mahlzeiten und Aktivitäten untereinander wesent­lich bes­ser kennen als dies im alltäglichen Schulbetrieb häufig der Fall ist. Das Fazit war eindeutig: Eine bunte kul­turelle Vielfalt ist die Stär­ke der Herzog-Tassilo-Realschule.

Sogar die Vertreter der unteren Jahr­gangsstufen hatten am Ende der Veran­stal­tung nicht mehr die ge­ringste Scheu, vor einem größeren Publikum Argu­mente selbst­sicher, elo­quent und über­zeugend vorzubringen. Um die rhe­torische Schulung zu per­fektio­nieren, sollen im nächsten Schul­jahr sogar zwei externe Referenten mit ins Boot geholt werden, damit die Schüler der staatlichen Real­schule Dingol­fing das not­wen­dige Handwerks­zeug so professionell wie möglich vermittelt bekommen. Am Abend be­suchte schließ­lich die stellvertretende Schul­leiterin Bar­ba­ra Gagel das Seminar, um deutlich zu signali­sieren, dass auch die Schulleitung der Herzog-Tassilo-Realschule stets ein offenes Ohr für die Wünsche und Belange der Schüler­vertreter hat. Als Belohnung für die Einsatzfreude und die Eigeninitiative, welche die Klas­sen­spre­cher das ganze Jahr über zeigen, dürfen sie im Juli an einem weiteren Ausflug teilnehmen.

 

29.10.2015

Berufsinfowoche für die 9. Klassen

Die berufliche Orientierung der Jugendlichen nimmt gerade in den Jahrgangsstufen neun und zehn der Realschule einen wichtigen Platz im Schulalltag ein. Deshalb gab es vor den Herbstferien eine regelrechte Berufsinformationswoche für die 9. Jahrgangsstufe. Zunächst gab es während der Unterrichtszeit für alle Klassen eine allgemeine Information durch Berufsberater Bernhard Peisl von der Agentur für Arbeit in Dingolfing zu den Themen Praktikum, Bewerbung und Ausbildung.

Abends waren dann die Eltern und Erziehungsberechtigten sowie Schüler der 9. und 10. Klassen geladen, die trotz schlechter Witterung sowie des Dingolfinger Kirtas in Scharen der Einladung gefolgt waren. In einer gut einstündigen Veranstaltung referierte Peisl schließlich über den „Bewerbungsfahrplan“ mit allen wichtigen Terminen und Fristen, Angebote der Berufsberatung, die verschiedenen Wege nach der Realschule sowie grundsätzlich zu Fragen wie „Wer und was hilft mir bei der Suche nach meinem Traumjob? Auf was muss ich dabei achten? Wie und woher bekomme ich Informationen über mögliche Ausbildungsplätze?“. Zudem machte er klar, wie wichtig in diesem Zusammenhang die Rolle der Familie ist. „Je mehr Sie als Eltern mit Ihrem Kind darüber reden und es motivieren, sich über dieses Thema austauschen und von Ihren eigenen Erfahrungen erzählen, umso besser ist es“, wandte sich Peisl direkt an die Zuhörer.

Der zweite Teil des Infoabends widmete sich der schulischen Weiterbildung nach dem Erreichen des mittleren Bildungsabschlusses, insbesondere dem Besuch der Fachoberschule (FOS). Dazu war Peter Viehbeck von den beruflichen Schulen Schönbrunn anwesend. Neben Anmeldeformalitäten, dem nötigen Notenschnitt und den verschiedenen Ausbildungsrichtungen stellte er heraus, welche Abschlüsse man erreichen und vor allem welche Studiengänge man sowohl an der Fachhochschule als auch an der Universität unter bestimmten Voraussetzungen mit einem FOS-Abschluss absolvieren kann.

Parallel zum Infoabend ging es für die Neuntklässler vormittags ans Berufsinformationszentrum nach Landshut. Peisl erklärte ihnen vor Ort den Aufbau des „BIZ“ und die Leistungen, die man dort bekommen kann. Neben diversen Infomappen und Broschüren werden sowohl Bewerbungstrainings als auch wöchentliche, kostenlose Vorträge zu vielseitigen Themen angeboten. Die Schülerinnen und Schüler durften sodann selbst einen Berufswahltest machen und sich an den vielen Computern über mögliche Ausbildungen informieren. 

Von der Theorie zur Praxis heißt es dann schließlich am Samstag, dem 21. November. Denn bei der vierten Ausbildungsmesse des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft und der Agentur für Arbeit an der Realschule in Landau, die dort im jährlichen Wechsel mit der Realschule Dingolfing stattfindet, werden wieder unzählige Unternehmen vertreten sein, die gerne Auskunft über den konkreten Ablauf der Ausbildung in ihrem Betrieb gaben. Und spätestens an diesem Tag wird den Jugendlichen klar werden: Unter der Fülle von 350 Ausbildungsberufen in Deutschland den richtigen zu finden, ist gar nicht so einfach.

 

23.10.2015

Abschlussfahrt der 10. Klassen: Berlin – auch im Regen eine Reise wert!

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Unter diesem Motto standen die vergangenen drei Wochen der 10. Klassen der Herzog-Tassilo-Realschule Dingolfing. Leider war den gutgelaunten Schülern der Wettergott in dieser Zeit nicht immer ganz so gut gesinnt und sie verbrachten auch einige kalte und regnerische Tage in Deutschlands Hauptstadt. Dies führte dazu, dass sich neben den obligatorischen Souvenirs die ein oder andere warme Winterjacke unter den erstandenen Mitbringseln der Jugendlichen befand. Nichtsdestotrotz konnten die teils schlechten Witterungsbedingungen der Unternehmungsfreude und Entdeckungslust der Schüler nichts anhaben.

Die Stadt wurde mit einer Stadtrundfahrt sowie einer Stadtführung zur Geschichte des geteilten Berlins erkundet und mit einer GPS-Rallye rund um den Bundestag auf eigene Faust erforscht. Beeindruckend und bedrückend zugleich war der Besuch des ehemaligen Stasi-Gefängnisses und heutigen Gedenkstätte Hohenschönhausen. Das Bewusstsein Boden zu betreten, über den sich vor nicht einmal 30 Jahren psychisch und physisch misshandelte Häftlinge der Staatssicherheit bewegt haben, ließ auch den letzten Schüler verstummen. Ungläubig und ergriffen lauschten sie den Ausführungen des  Mitarbeiters der Stiftung, der durch das Gelände führte. Aber neben den geschichtlichen Eindrücken kam auch der Spaß in Berlin nicht zu kurz. Ein Besuch bei Madame Tussauds, des Berliner Gruselkabinetts Dungeons oder der Jugenddiskothek D-light durfte deshalb nicht fehlen.

Die wichtigsten Erkenntnise am Ende der drei Wochen: 1. Die Stadt ist so groß, dass man auch eine Stunde hindurch fahren kann, ohne sein Ziel zu erreichen. 2. Trage niemals  Schuhe, die du vorher nicht eingelaufen hast. 3. Regen lässt man einfach abperlen, man ist ja schließlich nicht aus Zucker. 4. Nächtliche Schüler-Coverversionen von Helene Fischers „Atemlos“ in der U-Bahn bringen auch den muffeligsten Berliner zum Schmelzen. Alle Teilnehmer waren sich am Ende über das Gesamtresümee der Abschlussfahrt einig: „Schee war’s!“

 

13.10.2015

Projektwochen „Chancen und Risiken des Internets“ für die 7. Klassen

„Das Internet ist eine Spielerei für Computerfreaks, wir sehen darin keine Zukunft“, ließ Telekom-Vorstand Ron Sommer Anfang der Neunzigerjahre verlauten. Wie sehr er sich darin irrte, beweisen heute weltweit drei Milliarden Internetnutzer. Die Faszination des World Wide Web liegt sicher in seinen nahezu grenzenlosen Möglichkeiten. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten und so klärte Karl Pompl, Kriminalhauptkommissar a.D., in der vergangenen Woche die Siebtklässler über die Gefahren des Internets auf. In dem kurzweiligen 90-minütigen Vortrag ging er auf verschiedene Themen ein, die die „Generation Sorglos“ betreffen. Wie kann man ohne Risiko chatten? Was hat es mit Sexting auf sich? Wo beginnt eigentlich Cyber-Mobbing? Auch die sozialen Netzwerke wie Facebook sowie Bild- und Messenger-Dienste wie Instagram und What’sApp nahm Pompl genau unter die Lupe, ohne aber dabei den mahnenden Zeigefinger zu heben. Er wolle die Risiken aufzeigen und Tipps geben, wie man sich im Internetdschungel zurechtfinde, so Pompl. Dass dies dringend nötig ist, zeigte sich darin, dass beinahe alle anwesenden jungen User What’sApp verwenden und auch der Großteil Facebook und Instagram nutzt, ohne sich – wie sich während des Vortrags herausstellte – der Nutzungsbestimmungen (What’sApp erst ab 16 Jahren!) und lockeren Handhabe der Anbieter mit den eigenen Daten bewusst zu sein. Der Vortrag Gefahrlos surfen im Internet bot jedoch nur den lautstarken Startschuss, weitergeführt werden soll die Thematik in den kommenden Wochen durch die jeweiligen Lehrerinnen und Lehrer, die in den 7. Klassen unterrichten. Sie greifen einzelne Themen wie Cyber-Mobbing, Urheber- und Persönlichkeitsrechte oder Abzocke im Internet im Rahmen des Projektes Chancen und Risiken des Internets auf und vertiefen diese. Auch der von der Bayerischen Regierung herausgegebene Medienführerschein kann erworben werben. Nur wer sich der Problematik des Internets bewusst ist, kann es nutzen, um dort „kleine Schätze und Perlen“ zu finden.

 

06.10.2015

Tierischer Besuch an der Realschule Dingolfing

Die Schülerinnen und Schüler der vier sechsten Klassen bekamen in der vergangenen Woche tierischen Besuch. Im Biologieunterricht der 6. Jahrgangsstufe nimmt der Themenbereich „Wirbeltiere“ einen großen Schwerpunkt ein. Seit vielen Jahren bringt daher Manfred Werdan, öffentlich bestellter und beeidigter Sachverständiger für Reptilien und Amphibien in Bayern, den Kindern in sehr anschaulicher Art und Weise vieles über die Lebensweise und das Verhalten der Reptilen bei.

Am Ende seines zweistündigen Vortrags über Körperbau, Lebensweise und Haltung der Tiere durften die Schülerinnen und Schüler die Schildkröten, Schlangen und Echsen schließlich sogar in die Hände nehmen. Mit großer Begeisterung wurden die Tiere dabei einer genauen Betrachtung unterzogen.

 

02.10.2015

5. Klassen wurde der Einstieg erleichtert

Das neue Schuljahr 2015/16 läuft an der Realschule mittlerweile seit drei Wochen, die gerade für die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe aufregend waren. Neue Schule, Lehrer, Mitschüler – es war einiges, mit dem die Kinder zuletzt konfrontiert wurden. Um ihnen den Einstieg daher so leicht wie möglich zu machen, wurden an der Realschule zahlreiche Aktionen gestartet.

Bereits bei der Einschreibung und am ersten Schultag gab es Begrüßungsordner für die Eltern und Erziehungsberechtigten zu erwerben, in denen sie alle wichtigen Informationen über die Schule und genügend Platz für Elternbriefe und Zeugnisse finden. Die Schüler selbst wurden in den ersten Tagen von älteren Schülern betreut, die sie unter anderem zum richtigen Schulbus begleiteten. Daneben gab es in der Aula eine Modenschau für Groß und Klein, bei der die freiwillige Schulkleidung präsentiert wurde. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 f stellten sich gerne als Models zur Verfügung, während Schülersprecher Sascha Rein über die angebotenen Modelle, Farben, und Preise sowie die Bestellung und Bezahlung über den neuen Onlineshop informierte. In den darauffolgenden Tagen hatten die Fünftklässler dann Gelegenheit die Schulkleidung anzuprobieren, um ihnen so die Wahl zu erleichtern. Ebenfalls vorgestellt wurde ihnen das System der Streitschlichter an der Realschule. Eigens ausgebildete Schüler versuchen dabei kleine Konflikte unter Mitschülern professionell und friedlich zu lösen.

In der dritten Schulwoche fand schließlich für alle Eltern und Erziehungsberechtigte der 5. Klassen der traditionelle Elternabend statt. Nachdem Schulleiterin Elfriede Brunner zunächst in der Aula begrüßt hatte, stellten sich die Grundschullotsin, die beiden Beratungslehrerinnen sowie die Schulpsychologin einzeln vor und gaben einen kurzen Überblick über ihr Tätigkeitsfeld. Anschließend ging es für die Erwachsenen in den jeweiligen Stammraum ihrer Kinder, in dem sie neben dem Klassenleiter auch von den Hauptfachlehrern einen Überblick über den Unterrichtsstoff und Ablauf des ersten Schuljahres an der Realschule bekamen. Den Abschluss der „Eingewöhnungsangebote“ bildeten für die 5. Klassen schließlich die beliebte Schulhausrallye, bei der sie mit Feuereifer das Schulgebäude erkundeten und Fragen dazu beantworten mussten, sowie die Kennenlernparty am Nachmittag, die von den Freizeittutoren der 9. und 10. Jahrgangsstufe mit viel Einsatz organisiert und geleitet wurde.

 

22.09.2015

Erster Wandertag führt 10. Klassen zur KZ-Gedenkstätte Dachau

In der zweiten Schulwoche ging es für die 10. Klassen zusammen mit ihren Klassenleitern anlässlich des ersten Wandertages im Rahmen des Geschichts- und Religionsunterrichts zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau.

Am 20. März 1933 gab Heinrich Himmler die Errichtung des ersten Konzentrationslagers in Bayern auf dem Gelände der ehemaligen Pulver- und Munitionsfabrik in Dachau bekannt. Die ersten Häftlinge waren politische Gefangene, vor allem Anhänger der kommunistischen und der sozialdemokratischen Partei. Das Konzentrationslager Dachau galt in der SS als „Musterlager“ und wurde zum Modell für alle anderen Konzentrationslager. 1938 kamen die ersten ausländischen Häftlinge ins Konzentrationslager Dachau, wo inzwischen auch andere deutsche Häftlingsgruppen inhaftiert worden waren: Sinti und Roma, als arbeitsscheu diffamierte Fürsorgeempfänger, Bettler, Obdachlose, Homosexuelle und Ernste Bibelforscher (heute: Zeugen Jehovas).

Im November 1938 wurden 10.911 Juden in das Lager eingewiesen. Ihnen folgten im März 1939 Häftlinge aus der Tschechoslowakei, im Laufe des Zweiten Weltkrieges kamen Gefangene aus Polen, der Sowjetunion, den Niederlanden, Frankreich und aus weiteren Ländern Europas dazu. Viele überlebten nicht. Sie wurden Opfer des Terrors der SS, verhungerten, erfroren, verunglückten bei der Zwangsarbeit oder erlagen Krankheiten und Seuchen. Von den über 206.000 registrierten Häftlingen aus mehr als 30 Nationen, die in den zwölf Jahren von 1933 bis 1945 durch das KZ Dachau gingen, starben mehr als 40.000.

Bei einer Führung über das Lagergelände erfuhren die Schülerinnen und Schüler, unter welch grausamen Bedingungen die Häftlinge leben mussten und wie schlimm die Inhaftierung in Dachau war, denn die Gefangenen wurden weder bei großer Hitze noch bei eisigen Temperaturen verschont. Stundenlanges Stehen auf dem Appellplatz sowie körperliche Züchtigungen und Schikanen waren keine Seltenheit. Eine nachgebaute Baracke verdeutlicht, auf welch engem Raum die Gegner des NS-Regimes untergebracht waren. Beim Gang über das Gelände wurden auch die Gaskammer und die Verbrennungsanlagen besichtigt. Nach der Führung hatten die Klassen Gelegenheit den „Bunker“ sowie die Ausstellung über den Nationalsozialismus zu besichtigen und einen Dokumentarfilm über die Befreiung des Konzentrationslagers 1945 anzuschauen.

 

15.09.2015

Neues Schuljahr an der Realschule Dingolfing

Seit 15. September herrscht wieder geschäftiges Treiben an der Herzog-Tassilo-Realschule Dingolfing. Das neue Schuljahr 2015/16 hat begonnen und damit tummeln sich ab sofort 839 Schülerinnen und Schüler im Schulhaus. Insgesamt gibt es 31 Klassen, darunter vier fünfte Klassen. Die Klassenstärke beträgt durchschnittlich 27 Schüler. Aufgrund der großen Schülerzahl besteht die 9. Jahrgangsstufe aus sieben, die 10. Jahrgangsstufe aus sechs Klassen. Unterrichtet werden die Kinder und Jugendlichen von 62 Lehrkräften. Wie in den vergangenen Jahren wurden der Realschule auch heuer wieder Referendare zugeteilt, die beiden Damen werden ihre Ausbildung in Dingolfing abschließen. Zudem beschäftigt die Schule acht Aushilfslehrkräfte sowie eine neue Kollegin. Drei Lehrerinnen steigen nach ihrer Elternzeit wieder in den Schulalltag ein. Die gesamte Schulfamilie ist voller Tatendrang und hofft auf eine gute Arbeitsatmosphäre und ein erfolgreiches Schuljahr.

Ob die beliebten Chor- und Forscherklassen in den Jahrgangsstufen fünf und sechs, Ergänzungsunterricht in den Kernfächern, Mittags- und Nachmittagsbetreuung, Streitschlichter, Lern- und Freizeittutoren, Teilnahme an diversen Sportwettkämpfen, Lese-, Mal- und Naturwissenschaftswettbewerbe, Theater- und Musicalbesuche, Vorträge, Weihnachts- und Sommerkonzert, Schulfest und Weihnachtsbasar, Exkursionen oder mehrtägige Studienfahrten wie Kennenlern- bzw. Erlebnistage (5. und 7. Jahrgangsstufe), Tage der Orientierung (9. Jahrgangsstufe) und Studienfahrt (10. Jahrgangsstufe) – die Realschule wird sich auch in diesem Schuljahr wieder intensiv bemühen, den Wünschen, Neigungen und Problemen ihrer Schüler gerecht zu werden. Selbstverständlich werden auch Wahlfächer wie Schulchor, Schulband, Schulradio, Schülerzeitung und Konversationskurse angeboten.

Vor allem der Bereich Mathematik/Naturwissenschaften sowie die Fremdsprachen finden besondere Beachtung. Dazu gibt es einerseits die Wahlfächer „Physik-Übungen“ und „Robotik“. Andererseits gibt es die Möglichkeit zum Erwerb international anerkannter Sprachzertifikate in Englisch und Französisch sowie den bilingualen Sachfachunterricht, der in der 7. Jahrgangsstufe auf freiwilliger Basis belegt werden kann und dann bis zur 9. Jahrgangsstufe verpflichtend fortgeführt werden muss (im Fall der Realschule Dingolfing „Geschichte auf Englisch“). Gemeinsam soll ein vielfältiges und im wahrsten Sinne des Wortes buntes Schulleben gestaltet werden, in dem sich die Kinder und Jugendlichen frei entfalten können und zu einem intensiven und gewinnbringenden Arbeiten motiviert werden.

Die neuen Lehrkräfte und "Rückkehrer" zusammen mit Schulleiterin Elfriede Brunner (rechts) und Konrektorin Barbara Gagel (links).