Berufspraktikum

Betriebspraktika der 9. Klassen

Für viele Schüler/innen der 9. Klassen ist die berufliche Orientierung und die anstehende Berufswahl von sehr großer Bedeutung. In diesem Zusammenhang ist die Durchführung von Betriebspraktika durchaus empfehlenswert:

Mit einem Praxiskontakt können die Schüler/innen berufliche Situationen erfahren, die beruflichen Anforderungen eines Ausbildungsberufes im Betrieb kennenlernen, die verschiedensten Berufe mit ihren Vor-und Nachteilen unmittelbar erfahren und persönliche Vorstellungen über den eigenen Berufswunsch in der Praxis überprüfen.

Gleichzeitig lernen auch die Ausbildungsbetriebe ihre eventuellen Bewerber kennen. Es wird von vielen Betrieben empfohlen, vier bis fünf solcher Betriebspraktika durchzuführen. Oftmals führt ein beidseitig positiv gewonnener Eindruck dazu, dass bereits Ende der 9. Klasse leichter Ausbildungsverträge angebahnt werden können. 

Sinnvoll wäre es, bereits in den Sommerferien am Ende der 8. Klasse Kontakt mit möglichen Praktikumsbetrieben aufzunehmen, da einige Betriebe (z.B. Banken) schon Mitte der 9. Klasse die Bewerbungsfrist für einen Ausbildungsplatz angesetzt haben. Die Schüler hätten dann schon frühzeitig die Gelegenheit, einen Ausbildungsberuf ihrer Wahl zu erleben. Ab der 9. Klasse können sich Schülerinnen und Schüler für freiwillige Betriebspraktika bewerben. Dieser Praxiskontakt ist keine schulische Veranstaltung und kann daher nur in der unterrichtsfreien Zeit durchgeführt werden (z.B. in den Herbst-, Faschings-, Oster-, Pfingst-und Sommerferien). Die Durchführung von Praktika ist freiwillig und dauert in der Regel zwischen einem oder fünf Tagen (je nach Betriebsangebot). Grundsätzlich ist die Teilnahme an einer beliebigen Anzahl von Praktika möglich. Während des Betriebspraktikums erfolgt die Beaufsichtigung der Praktikanten durch einen vom Betrieb benannten Betreuer, dessen Weisungen befolgt werden müssen.

 

Wissenswertes zum freiwilligen Betriebspraktikum:

1) Durchführung

  • Teilnahme ist freiwillig und dauert in der Regel zwischen 1 bis zu 5 Tage
  • Die Praktika können in der unterrichtsfreien Zeit stattfinden, d. h. in den Herbst- und Faschingsferien, sowie in den Oster-, Pfingst- und Sommerferien

2) Bewerbung

  • Die erforderlichen Bewerbungsunterlagen sind bei den Betrieben zu erfragen. Bei den meisten Firmen muss sich der Schüler selbstständig mit Hilfe eines zur Verfügung gestellten Bewerbungsbogens oder über das Internet um einen Praktikumsplatz bemühen. Den Ausbildungsbetrieben liegt daran, eigenständiges Handeln und Organisieren der Bewerber zu testen sowie deren Benehmen und Auftreten im Betrieb festzustellen.
  • Die Anmeldung für Betriebspraktika bei örtlichen Behörden und Banken erfolgt durch Vermittlung über die Realschule Dingolfing, ebenso für Schnuppertage am Amtsgericht Landau/Isar und Amtsgericht Landshut. Die Erfassung, Anmeldung, Einteilung und Betreuung der Praktikanten erfolgt durch Claudia Wagner. Für Praktika, die durch die Schule vermittelt werden, hängen vor den Ferien jeweils alle fixen Termine im Informationsschaukasten aus.
  • Da die meisten Firmen und Behörden den Nachweis einer Haftpflichtversicherung fordern, wird für jeden Schüler der 9. Klassen über die Schule eine Schuljahreshaftpflichtversicherung abgeschlossen. Damit sind personen-, sach- und vermögensbezogene Schäden, die die Praktikanten in den Betrieben verursachen können, abgesichert. Die Versicherungsbeitrag beträgt 5,80 Euro. Der Versicherungsschutz gilt für alle Praktika während des gesamten Schuljahres, einschließlich der Sommerferien 2019.
  • Über die gesetzliche Unfallversicherung der Praktikumsbetriebe bei der jeweiligen Berufsgenossenschaft besteht für den Praktikanten Versicherungsschutz für Unfälle auf dem Hin-/Rückweg zum/vom Praktikumsbetrieb. Dies ist aber auf jeden Fall vor Aufnahme des Praktikums mit dem Praktikumsbetrieb zu besprechen. Um sicher zu gehen, empfiehlt sich der Abschluss einer Gruppenunfallversicherung über die Schule. Auch hier beträgt die Versicherungsbeitrag 5,80 Euro. Der Versicherungsschutz gilt in diesem Fall ebenso für alle Praktika während des gesamten Schuljahres, einschließlich der Sommerferien 2019.
  • Interessante Internetseiten zum Thema Praktikum, Bewerbung und Ausbildung finden sie unter:

www.planet-beruf.de

www.sprungbrett-bayern.de

www.ausbildungsoffensive-bayern.de

www.bewerbung-tipps.com

www.bewerbungsplan.de

 

 

Bei Fragen zur Organisation, zum Ablauf oder als Unterstützung zur Kontaktaufnahme mit Praktikumsbetrieben:

Informationen zum Praktikum: Caudia Wagner
Sprechstunde:  Montag/Dienstag 08:45 – 09:30 Uhr bzw. 09:30 Uhr – 09:45 Uhr (erste Pause)        

E-Mail: praktikum@rs-dingolfing.de

 

Was möchte ich später eigentlich werden?   

Wo liegen meine Stärken und Schwächen?

Welche Berufe gibt es überhaupt und welcher passt zu mir? 

Diese und ähnliche Fragen stellen sich die Schüler in der 9. Jahrgangsstufe häufig stellen. Für die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufen spielt die Berufswahl eine besonders wichtige Rolle. Um den Prozess der Berufsorientierung zu unterstützen und die Berufswahl zu erleichtern, fanden in diesem Schuljahr mehrere Betriebsbesichtigungen statt.

Die Unterrichtsgänge wurden an mehreren Nachmittagen durchgeführt. Zahlreiche Schüler zeigten Interesse, so dass zusätzlich Ausweichtermine vereinbart werden mussten. Mit Gruppen von bis zu 60 Schülern wurde zum einen das Unternehmen Mann + Hummel in Marklkofen und zum anderen das BMW-Werk 2.4 mit dem Ausbildungszentrum in Dingolfing besichtigt. In beiden Unternehmen war es den Schülern möglich, die Ausbildungswerkstätten zu besichtigen und sich vor Ort über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Es konnten Gespräche mit Ausbildern geführt werden, welche die Schülerinnen und Schüler umfassend über die verschiedenen Ausbildungsberufe informierten und über die aktuelle Einstellungssituation berichteten.

Im Anschluss daran erhielten die Schülerinnen und Schüler in den Unternehmen Einblicke in die betrieblichen Abläufe von Fertigungsunternehmen. Sehr beeindruckt waren die Schüler in beiden Industriebetrieben von der Organisation der Arbeitsabläufe. So konnten die Schüler den Werdegang der Fertigerzeugnisse beginnend mit dem Wareneingang der Werkstoffe, der anschließenden Fertigung eigener Bauteile mit Spezialpressen und der weiteren Materialverarbeitung hautnah mitverfolgen. Der Einsatz der Computertechnik mit überwiegend vollautomatisierten Anlagen im Bereich der Fertigung erfordert von den Arbeitskräften hohe Anforderungen im Bereich der Programmierung, Bedienung und Wartung der Anlagen. Aber auch die Beschaffung der Bauteile Just in Time oder sogar Just in Sequence verdeutlichte den Schülern, dass eine funktionierende Logistik für beide Unternehmen als „Global Player“ sehr bedeutend ist. In beiden Betrieben wurde klar, dass sämtliche Abläufe, perfekt organisiert, wie Zahnräder ineinandergreifen müssen.

Die durchaus richtungsweisende Entscheidung der Berufswahl für Schüler der 9. Jahrgangsstufe stellt für Schüler und Eltern eine große Herausforderung dar. Durch die Betriebsbesichtigungen konnten hierzu Einblicke gewährt und Kenntnisse vermittelt werden, die die Schüler und Schülerinnen bei ihren Entscheidungen unterstützt.